Anstieg der Verbraucherpreise: im Schnitt alles um 8,3% teurer

29. Juni 2022 | Wirtschaft | 1 Kommentar

Auch im vergangenen Monat stellte das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt eine Steigerung der Verbraucherpreise um 8,3 % zum Vorjahresmonat fest. Mit einem Anstieg um 0,2 % zum Mai 2022 stieg der Index auf einen Wert von 117,8 (2015 = 100).

Ursächlich für diese im Jahresschnitt hohe Entwicklung waren die immer weiter steigenden Preise bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken (+13,7 %). In diesem Sektor stiegen unter anderem die Preise für Speisefette und Speiseöle (+44,7 %), Fleisch und Fleischwaren (+22,7 %), Molkereiprodukte und Eier (+18,0 %) sowie für Kaffee, Tee und Kakao (+17,7 %) im Vergleich zum Juni 2021. Aber auch die Kosten Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe (+10,8 %), Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen (+9,6 %), Verkehr (+8,6 %) und Freizeit, Unterhaltung und Kultur (+8,0 %) verteuerten sich im Jahresschnitt.

Weiterhin auf sehr hohem Niveau befinden sich die Preise für Haushaltsenergie (+4,6 %). Auch wenn für Strom im Juni seit gut 6 Monaten nicht mehr ausgegeben werden musste, wurden Heizöl, einschließlich Umlage (+8,3 %), Gas, einschließ-lich Umlage (+6,6 %), aber auch Fernwärme (+5,1 %) und feste Brennstoffe (+4,3 %) teurer als im Vormonat.

Im Vergleich zum Vormonat Mai 2022 wirkte sich die Einführung des 9-Euro-Tickets auf die Personenbeförderung im Schienenverkehr (-11,4 %) sowie die kombinierte Personenbeförderung (-63,2 %) aus. Kraftstoffe konnten im Vergleich zum Mai um durchschnittlich 3,9 % günstiger erworben werden. Superbenzin wurde aufgrund der temporären Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe um 4,9 %, Dieselkraftstoffe um 1,5 % günstiger angeboten, als im Mai 2022.

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