Aldi, Lidl, Edeka: in Halle-Peißen starten die Tarifverhandlungen im Einzel- und Versandhandel

22. Mai 2015 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Die Augen der 265.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in den drei Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen richten sich am kommenden Dienstag nach Halle-Peißen. Hier beginnen die Tarifverhandlungen für die Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen.

Ver.di fordert 1 Euro pro Stunde mehr sowie eine Steigerung der Ausbildungsvergütungen um 80 Euro. Alle Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels sollen für allgemeinverbindlich erklärt werden.

„2.330 Euro müsste eine Verkäuferin nach 7 Berufsjahren und bei einer Vollzeitanstellung von 38 h im Monat bekommen. Bei einem Stundenlohn von 14,12 Euro und einer Arbeitszeit um die 30 Stunden kommt es dann zu einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1.839 Euro. Davon kann der Lebensunterhalt keinesfalls zufriedenstellend finanziert werden. Die Rente, die sich daraus ergibt, liegt unterhalb der Grundsicherung“, so ver.di Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago. „Die Einkommen müssen deutlich nach oben korrigiert werden. Viele Beschäftigte sind aber als „Ungelernte“ eingestellt und bekommen noch deutlich weniger Gehalt.“

„Unsere Forderung von 1 Euro mehr pro Stunde soll gerade diesen Beschäftigtengruppen entgegen kommen. Die Arbeit im Handel, sowohl im Verkauf wie in den Lagerstandorten, verlangt den Beschäftigten sehr viel ab. Deshalb muss sich die Entlohnung deutlich verbessern. Geld verdienen die Arbeitgeber im Einzel- und Versandhandel reichlich, nur kommt bei den Beschäftigten zu wenig an“, empört sich der ver.di Verhandlungsführer.

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