Acht Unternehmen aus Halle als Top-Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet

11. Dezember 2014 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Gleich acht Unternehmen aus Halle (Saale) wurden von der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) für ihr großes Engagement in der Berufsausbildung mit der Auszeichnung „Top-Ausbildungsbetrieb 2014“ geehrt. Im Rahmen einer Festveranstaltung, die bereits zum vierten Mal stattfand, überreichte IHK-Präsidentin Carola Schaar die Ehrenurkunden.

Foto: Felix Abraham

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Ausgezeichnet wurden das Dorint Hotel, Zur Rose Pharma GmbH, KATHI Rainer Thiele GmbH, GP Günter Papenburg Unternehmensgruppe, Saalesparkasse, Stadtwerke Halle GmbH, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die GISA GmbH. Weitere 10 ausgezeichnete Betriebe kommen aus dem weiteren Kammerbezirk der IHK Halle-Dessau.

„Um den Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt zu stärken, muss die duale Berufsausbildung eine Herzensangelegenheit sein“, so Carola Schaar in ihrer Eröffnungsrede. Die Auszeichnung „Top-Ausbildungsbetrieb“ stehe für Qualität und diene der Jugend als Signal für eine hochwertige Ausbildung. Zugleich solle damit die wirtschaftliche Relevanz des dualen Berufsausbildungssystems betont werden. „Bildung und Qualifizierung sind die Grundpfeiler unseres Wohlstands“, erklärte Schaar. Allerdings gerate die duale Berufsausbildung zunehmend in Gefahr. „Der Ansturm auf vermeintlich höherwertige Bildungszertifikate stellt ein Problem dar“, mahnte Schaar. Die duale Berufsausbildung müsse neben dem Studium als gleichwertige Karrieremöglichkeit für junge Menschen erhalten bleiben. Dazu müssten Wirtschaft und Politik an einem Strang ziehen. Investitionen in Humankapital seien die wichtigste Voraussetzung für eine gesunde Wirtschaftsentwicklung. „Wir alle wissen: Bildung kostet. Aber keine Bildung kostet noch viel mehr!“, so die IHK-Präsidentin abschließend.

Um das Gütesiegel „Top-Ausbildungsbetrieb“ konnten sich Unternehmen im südlichen Sachsen-Anhalt vom 1. August bis 30. September 2014 bei der IHK bewerben. Ausgeschlossen von einer Teilnahme waren Preisträger aus dem Jahr 2013 sowie Bildungsunternehmen, die Aufgaben im Rahmen der dualen Berufsausbildung für Dritte übernehmen. Eine Jury aus Mitgliedern des Ehren- und Hauptamts der IHK bewertete die Einsendungen. Kriterien für die Preisvergabe waren das Ausbildungsengagement, der Einsatz und die Weiterbildung von Ausbildern, der Kontakt zu Berufsbildenden Schulen, die Berufsorientierung und die Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen. Für das Jahr 2015 ist eine erneute Ausschreibung geplant.

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