6 Millionen Euro jährlich: AOK Sachsen-Anhalt investiert noch stärker in die Gesundheitsförderung

28. Januar 2016 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Auf dem Neujahrsempfang der größten gesetzlichen Krankenkasse in Sachsen-Anhalt trafen sich in Halle fast 400 Gäste, darunter Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und Gesundheitsminister Norbert Bischoff. Im Mittelpunkt stand das Thema Prävention. Die AOK Sachsen-Anhalt setzt im Jahr 2016 noch stärker als bisher darauf, Krankheiten zu vermeiden, bevor sie entstehen. Traudel Gemmer, Vorsitzende des Verwaltungsrates, kündigt in ihrer Rede zum Neujahrsempfang an, 2016 mehr als in den vorherigen Jahren in Präventionsmaßnahmen zu investieren. So verstärkt die AOK Sachsen-Anhalt die Gesundheitsförderung in verschiedenen Lebensbereichen. In Kitas und Schulen beispielsweise organisiert die Krankenkasse Programme zur gesunden Ernährung. In der betrieblichen Gesundheitsförderung engagiert sie sich mit 2000 Aktivitäten in 800 Unternehmen. Dazu werden in 2016 die ersten 90 „Gesundheitsberater im Betrieb“ ausgebildet, die damit für das betriebliche Gesundheitsmanagement sensibilisiert und qualifiziert werden.

DSC_0350Rückblickend auf das Jahr 2015 gewann die AOK Sachsen-Anhalt gegenüber dem Vorjahr 12 000 neue Versicherte und kommt damit insgesamt auf 700 000 Versicherte. „Die neuen und auch unsere bisherigen Mitglieder erwarten natürlich beste Leistungen, auch wenn sie nicht krank sind. Schließlich ist Vorsorgen besser als Heilen: Daher setzen wir viel Kraft und Energie auf Prävention. Wir investieren daher rund 6 Millionen Euro jährlich in die Gesundheitsförderung“, sagte Traudel Gemmer vor den Gästen aus dem Gesundheitswesen, der Politik und Wirtschaft.

B85A2991Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff sagte in seinem Grußwort: „Es ist wichtig, die Menschen für Gesundheitsthemen zu sensibilisieren. Das ist auch ein vorrangiges Ziel der Landesregierung – gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Er wird uns in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen stellen. Deshalb brauchen wir eine passende und qualitätsorientierte Versorgungsstruktur. Die AOK hat sich hier nachhaltig engagiert. Ich denke zum Beispiel an die Unterstützung bei der Einrichtung des Herzinfarkt-Registers oder bei der Qualifizierung von Praxis-Assistentinnen und der Einrichtung von Filialpraxen. Dafür bin ich sehr dankbar.“ Sachsen-Anhalts Gesundheitsminister Norbert Bischoff sieht ein gutes Miteinander der Akteure im Gesundheitsbereich in Sachsen-Anhalt. Bischoff sagte: „Ohne unterschiedliche Interessenslagen zu verwischen, ziehen doch alle Beteiligten – Kassen wie Anbieter von Leistungen im stationären und ambulanten Bereich – an einem Strang und dazu noch in eine Richtung, wenn es gilt Probleme zu lösen“. Bischoff nannte die unlängst von 30 Fachverbänden, Körperschaften,
Kammern und Krankenkassen gemeinsam mit Ministerien des Landes verabredete „Allianz für Allgemeinmedizin“. Darin bekennen sich die Unterzeichner, Kräfte zu mobilisieren und zu bündeln, um die medizinische Versorgung durch Hausärztinnen und Hausärzte zu sichern. Bischoff sagte: „Wir können gar nicht anders, als uns gemeinsam dem Thema zu stellen. Die AOK ist dabei. Und das ist auch gut so.“

Wie sich das Gesundheitswesen zukünftig entwickeln wird, darüber sprach Prof. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Mitglied des Vorstands des Universitätsklinikums Halle. Damit zeigte er die Perspektiven der Branche aus seiner Sicht für die nächsten Jahre auf.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar schreiben