Zwei Pharmazie-Absolventen werden ausgezeichnet

28. November 2012 | Vermischtes | Keine Kommentare

Für ihre herausragenden Forschungsarbeiten werden am Freitag, 30.November 2012, Dr. Sabine Kempe und Josefin Müller für ihre herausragenden Forschungsarbeiten am Institut für Pharmazie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ausgezeichnet. Sie erhalten zwei von Unternehmen der Region gestiftete Förderpreise. Der Wissenschaftspreis der Bayer-Bitterfeld GmbH und der Diplompreis der Serumwerk Bernburg AG werden im Rahmen der Zeugnisübergabe an die Absolventen des pharmazeutischen Instituts verliehen.

Mit dem Wissenschaftspreis der Bayer-Bitterfeld GmbH, dotiert mit 1000 Euro, wird Dr. Sabine Kempe für ihre Promotionsarbeit „Non-invasive Characterization of in situ forming implants“ geehrt. In ihrer Dissertation entwickelte Kempe Systeme, durch die bestimmte Impfwirkstoffe im Körper eines Patienten allmählich freigesetzt werden können. Diese Systeme wandeln sich nach Applikation im Körper um und bilden ein Depot, welches den Wirkstoff über mehrere Wochen freisetzt. Patienten müssen dadurch seltener geimpft werden. Zugleich ist die Impfung, die als Flüssigkeit durch eine kleinere Kanüle verabreicht wird, weniger schmerzhaft.

„Frau Dr. Kempe konnte erstmalig die Geschwindigkeit der grundlegenden Mechanismen der Depotbildung nachweisen und charakterisieren“, erklärt Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sippl. Als Ergebnis der Arbeit entstanden fünf internationale Publikationen, von denen eine mit dem Phoenix Pharmazie Wissenschaftspreis 2011 prämiert wurde.

Den vom Serumwerk Bernburg gestifteten und mit 500 Euro dotierten Preis für die beste Diplomarbeit erhält Josefin Müller für ihre Arbeit zum Thema: „Fluoreszenzspektroskopische Untersuchungen an Stratum Corneum-Lipidvesikeln“. Müller hat in ihrer Arbeit die Fettstoffe der Hornschicht (Stratum Corneum) der Oberhaut untersucht und dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung der Funktion dieser Lipide geleistet. Ihre Arbeit zeigt das Potenzial dermal angewendeter Arzneistoffe auf, die für künftige Arzneimitteltherapien von großem Wert sein können.

„Wir freuen uns, dass die einheimische pharmazeutische Industrie durch die Verleihung des Wissenschaftspreises den wissenschaftlichen Nachwuchses in Halle national sichtbar unterstützt“, sagte Professor Wolfgang Sippl. Die Vergabe des Diplomandenpreises ist das Ergebnis der langjährigen fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Serumwerk Bernburg. Mit dem Preis will das Unternehmen junge Menschen für ein Studium und einen Arbeitsplatz in der Region interessieren.

Die Festveranstaltung zur Verleihung der Preise und Übergabe der Abschlusszeugnisse wird gemeinsamen vom Institut für Pharmazie und der Landesapothekerkammer Sachsen-Anhalt ausgerichtet. Den Festvortrag hält Heinz-Günter Wolf, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

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