Zum 351. Geburtstag: Blumen für Francke

22. März 2014 | Vermischtes | Keine Kommentare

Am Samstag vor 351. Jahren kam einer der berühmtesten Einwohner Halles auf die Welt: August Hermann Francke. Aus diesem Grund fand direkt am Francke-Denkmal die Gedenkfeier in Erinnerung an den Theologen und Pädagogen statt.

francke-feier4Umrahmt von musikalischen Klängen des Stadtsingechores und des Blechbläserensembles der Latina trafen sich Vertreter der rund 50 auf dem Stiftungsgelände vertretenen Einrichtungen wie Jugendwerkstatt Bauhof, Grund- und Sekundarschule, Kindergärten, Freundeskreis und Instituten der Martin-Luther-Universität.

Stiftungs-Direktor Thomas Müller-Bahlke wies auf den laufenden UNESCO-Antrag hin. Denn die Franckeschen Stiftungen haben das große Ziel, Weltkulturerbe zu werden. Er erhoffe sich davon eine erhöhte Aufmerksamkeit, meinte Müller-Bahlke. Denn dadurch werde sich herumsprechen, welche einzigartige Bildungslandschaft es hier gebe. Die Festrede hielt Uni-Rektor Udo Sträter. Er erklärte, dass aufwändige Antragsverfahren habe der Wissenschaft schon jetzt genutzt. Er hob die enge Symbiose von Universität und Stiftungen. Sein Wunsch sei es, diese Beziehung weiter auszubauen. So hegt Sträter den Traum, das Universitäts-Archiv in die Franckeschen Stiftungen zu bringen, weil dieses derzeit in ungeeigneten Räumlichkeiten untergebracht sei. „Beide Archive ergänzen sich“, meinte Sträter, jedoch sei dies wegen der Finanzen derzeit nur eine Stadium der Vision.

Gestaltet wurde das 1829 errichtete Denkmal vom Berliner Bildhauer Christian Daniel Rauch. Ursprünglich waren zwei Knaben rechts und links neben Francke vorgesehen, am Ende wurden doch ein Junge und ein Mädchen daraus. Franckes Mantel ist dem des Luther-Denkmals in Wittenberg nachempfunden. Allerdings “fehlt” am Denkmal das Beffchen des Theologen. 5.000 Reichstaler kostete das Denkmal damals, weitere 2.442 Taler wurden für den Sockel nötig. Vor dem Waisenhaus auf dem Franckeplatz sollte des Denkmal seinen Platz finden, so hatte es die Stadt als Auftraggeber vorgesehen. Eine Kabinettsorder sagte dann aber: Ein geeigneter Platz im Hof des Waisenhauses. Dort am Ende des Lindenhofes steht es noch heute.

August Hermann Francke kam am 22. März 1663 in Lübeck zur Welt. In Halle gründete er dann seine Schulstadt, die in alle Welt ausstrahlte.

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