Wilhelm-Roux-Preis an Dr. Patrick Jahn

18. Januar 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Der Wilhelm-Roux-Preis der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität geht an Dr. Patrick Jahn. Der 36-Jährige wird für seine Forschungsarbeiten im Bereich „Evaluation pflegerischer Interventionen bei Tumorpatienten“ ausgezeichnet.

Foto: privat

Innerhalb einer von Prof. Dr. Margarete Landenberger geleiteten Arbeitsgruppe am Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Fakultät beschäftigte sich Dr. Jahn insbesondere mit der Frage, wie pflegerische Maßnahmen das Auftreten bestimmter Symptome während einer Krebsbehandlung, darunter Schmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit, günstig beeinflussen können. Dabei untersuchte Dr. Jahn die Auswirkungen klassischer Strategien (Beratung, Ernährung, Entspannungsübungen), teste aber auch ganz neuartige Ansätze: In einer Pilotstudie setzte Dr. Jahn ein Spielkonsole ein, um Krebspatienten unter Therapie zu körperlicher Aktivität anzuregen.

Mit seinen Untersuchungen, deren Ergebnisse in internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden, hat Dr. Jahn einen wichtigen Beitrag zu beiden Forschungsschwerpunkten der Medizinischen Fakultät geleistet, der Epidemiologie/Pflegeforschung sowie der Krebsforschung.

Nach einer Ausbildung zum Krankenpfleger und Berufstätigkeit studierte Dr. Jahn Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität. Das Studium schloss er mit Auszeichnung ab und erwarb dann im Zeitraum 2008 bis 2011 den Titel eines Doktors der medizinischen Wissenschaften. Derzeit ist er als Leiter der Stabsstelle Pflegeforschung und Entwicklung am Universitätsklinikum Halle (Saale) tätig.

Der Wilhelm-Roux-Preis wird seit 2002 vergeben. Er ist ein Modul des Wilhelm-Roux-Programms zur Forschungs- und Nachwuchsförderung der Medizinischen Fakultät. Der Preis richtet sich an jüngere Postdoktoranden und wird unabhängig vom Forschungsgebiet ausschließlich in Abhängigkeit von der Qualität der Forschungsleistung vergeben. Er ist mit 5.000,- € dotiert. Bisher wurde der Preis insgesamt acht Mal verliehen. Die Preisverleihung an Dr. Jahn erfolgt am Samstag, 26. Januar 2013, anlässlich des Neujahrsempfangs der halleschen Universitätsmedizin.

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