Wegen Parteienzoff: keine Fördermittel für Schöpfkelle auf der Silberhöhe

28. Juni 2013 | Vermischtes | 1 Kommentar

Das Begegnungszentrum „Schöpfkelle“ auf der Silberhöhe steht vor dem Aus. Und das nur, weil die Stadträte im Sozialausschuss Kindergarten gespielt haben.

Es ging in der Sitzung um die Auszahlung der Fördermittel im freiwilligen Bereich für die soziale Arbeit. Die Verwaltung hatte 27.054 Euro vorgeschlagen, die Linken wollten die Summe – wie vom Träger SKV beantragt – auf 68.757,54 Euro erhöhen. Den wiederum zog die Fraktion zurück und Schloss sich einem Antrag von MitBürger für Halle / Neues Forum an mit der Summe von 45.000 Euro.

Und dann die Abstimmung und die Blamage. Denn durch ein Patt mit 4 Ja-Stimmen (Bartsch/Linke, Menn/Grüne, Wolff/MitBürger-Neues Forum, Bonan/SPD) und 4 Nein-Stimmen (3 x CDU: Hildebrandt, Schachtschneider, Müller und Hanna Haupt/SPD) wurde der Antrag über 45.000 Euro abgelehnt. Der Ursprungsantrag der Verwaltung mit 27.000 Euro erhielt 4 Ja-Stimmen (3 x CDU: Hildebrandt, Schachtschneider, Müller und Hanna Haupt/SPD) und 4 Nein-Stimmen (Bartsch/Linke, Menn/Grüne, Wolff/MitBürger-Neues Forum, Bonan/SPD) und wurde durch dieses Patt ebenfalls abgelehnt. Das bedeutet: mit dieser Entscheidung können an die Schöpfkelle keine Mittel fließen.

Doch nicht nur die Stadträte zeigten sich von ihrer „Sonnenseite“, sondern auch die Stadtverwaltung. Dabei ging es um die Frage, warum die Jugendwerkstatt Frohe Zukunft 70.000 € erhält und die Schöpfkelle lediglich 27.000 € erhält. Sozialdezernent Tobias Kogge erklärte dazu, dass die Begegnungsstätte Schöpfkelle hauptsächlich von bessergestellten Rentnern aus dem Paulusviertel besucht werde um dort zu töpfern. Sozial benachteiligte Bürger aus der Silberhöhe würden dort immer weniger hingehen.

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