Wegen Designpreis: Stadtbad-Sanierung verschiebt sich

23. April 2014 | Vermischtes | 2 Kommentare

Die Sanierung der Frauenhalle im Stadtbad in Halle (Saale) verschiebt sich laut Oberbürgermeister Bernd Wiegand um anderthalb Monate. Grund ist der Designpreis, der im Stadtbad durchgeführt wird. Frühestens im Oktober kann eröffnet werden.
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Dadurch kann die Instandsetzung der einsturzgefährdeten Rabitzdecke erst ab Juli erfolgen, dies sei auch mit der Bürgerinitiative abgestimmt. Die Arbeiten sollen etwa 150.000 Euro kosten zuzuüglich 60.000 Euro Gerüstkosten und Ausgaben für das Gutachten. Wiegand sprach von einem „hohen Interessensbedarf“. Es sei ausdrücklicher Wunsch der Professoren, die Veranstaltung im Stadtbad durchzuführen. Im Juni sollen hier Werke von etwa 20 Künstlern gezeigt werden. Offizielle Eröffnung ist am 3. Juni. Für den Designpreis dürfen in der Halle keine Gerüste stehen. Erste Vorarbeiten finden derzeit aber trotzdem bereits statt. So ist von Außen ein Gerüst aufgestellt worden, um Korrossionsschutzmaßnahmen durchführen zu können. Neben der Decke müssen auch die Duschkabinen erneuert werden. Wie das geschehen kann, wird gerade geprüft und mit dem Denkmalschutz abgesprochen. Auch Fenster müssen gemacht werden.

Wegen der maroden Rabitzdecke ist die Frauenhalle seit Oktober 2012 gesperrt. Wiegand versprach zunächst eine Wiedereröffnung zu Weihnachten 2013, später war vom Sommer diesen Jahres die Rede.

Unterdessen stimmte nach Sportausschuss und Finanzausschuss auch der Hauptausschuss für einen fraktionsübergreifenden Antrag. Demnach soll die Stadtverwaltung nun Verhandlungen mit der Arbeitsgruppe Stadtbad des Stadtfachausschusses Schwimmen des Stadtsportbundes Halle (Saale), der Bäder GmbH und dem Förderverein Zukunft Stadtbad Halle (Saale) aufnehmen. Dabei soll ein gemeinwohlorientiertes Betreibermodell für das Stadtbad entwickelt werden, “das das Bad als identitätsstiftendes Baudenkmal und als Sportbad für das Schul-, Vereins- und öffentliche Schwimmen erhält”, heißt es im Antrag. Geprüft werden soll zudem eine Sanierungsvereinbarung zwischen der Stadt Halle (Saale) und einem gemeinwohlorientierten Betreiber, um so eine schrittweise Sanierung des Stadtbades mit Fördermitteln, städtischen Mitteln und Mitteln des Betreibers zu ermöglichen.

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