Vor 50 Jahren wurde der Baubeschluss für Halle-Neustadt gefasst

17. September 2013 | Vermischtes | 1 Kommentar

Ein kleines Jubiläum steht am heutigen 17. September an. Denn vor 50 Jahren, im Jahre 1963, erfolgte im Politbüro der DDR der Baubeschluss für die neue Großwohnsiedlung „Halle-West“.

Gefeiert wird noch nicht, aber dafür im nächsten Jahr. Denn am 15. Juli 2014 jährt sich dann zum 50. Mal die Grundsteinlegung von Halle-Neustadt. Momentan macht sich die Stadtverwaltung zusammen mit Vereinen und Wohnungsgesellschaften Gedanken, wie dieses Jubiläum würdig begangen werden kann.

Die Geschichte der Neustadt begann weit vor Baubeschluss und Grundsteinlegung. Denn die ersten Überlegungen für eine Neubausiedlung gab es bereits um 1900, da durch die zunehmende Industrialisierung auch die Bevölkerung in Halle wuchs. Schon damals dachte man über das Gebiet zwischen Passendorf und Nietleben nach, doch die schwierigen Bodenverhältnisse bescherten möglichen Plänen ein schnelles Ende. Auch in den 1920er Jahren nahm man die Idee wieder auf und legte sie wohl aus gleichen Gründen wie 20 Jahre zuvor in den Rundordner.

Erst in den 1950er Jahren bekam das Projekt einen neuen Schub, da die DDR-Oberen eine Notwendigkeit erkannten, für ihre Chemiestandorte auch genügend Wohnraum zur Verfügung zu stellen. So wurde dann 1963 beschlossen die Chemiearbeiterstadt im Westen von Halle zu bauen. Chefarchitekt des ehrgeizigen Projektes war Richard Paulick, der zuvor schon in Shanghai Chef des dortigen Stadtplanungsamtes war.
Die Plattenbauten sind noch heute umstritten. Geliebt und gehasst. Bemühungen die Neustadt unter Denkmalschutz zu stellen sind bis heute nicht auf viel Gegenliebe gestoßen.

Wer mehr zur Geschichte Halle-Neustadts erfahren will, dem sei ein Besucher in der Geschichtswerkstatt empfohlen.

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