Vereine und Hanse-Bund spenden für Hochwasser-Opfer

11. Juli 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Auf 330 Millionen Euro werden allein die städtischen Schäden beim Hochwasser im vergangenen Monat geschätzt. Hinzu kommen die unzähligen privaten Opfer und Vereine.

Die Hilfsbereitschaft ist groß, immer wieder gehen Spenden ein. So hat der Stadtsportverband Herford e.V. Spendengelder gesammelt. Die Summe von 1.638 Euro wurde am Donnerstag dem HKC 54 e.V. vom Osendorfer See überreicht. Mit dabei war Paralympics-Goldgewinner Sebastian Dietz. „Wir wollten das Geld dahin geben, wo es am Nötigsten ist“, sagte Hans-Joachim Zedler vom Herforder SSV. „Wir wollten ein Zeichen setzen und wollen nicht, dass ihr aufgebt“, erklärte er mit Blick zu den Osendorfer Kanuten. Denn dort gab es durchaus auch Überlegungen, den Verein aufzulösen. HKC-Präsident Hans-Joachim Kertscher sagte, „es gab in der Tat Stimmen die sagten, mit Kanusport in Halle ist Schluss. Aber dann kam die Meinung: wir machen weiter, setzen Zeichen und trotzen der Flut. Wollen unsere Sportstätte so wieder bekommen wie sie einmal war.“

Bei den 33.Internationalen Hansetagen in Herford (Nordrhein- Westfalen) vom 12- 16.Juni 2013, wurde gemeinsam mit dem Hallischen Hanseverein und der Citygemeinschaft Halle (Saale) ein Spendenaufruf für hochwassergeschädigte Kinder- und Jugendeinrichtungen im Saalebereich durchgeführt. Der hansische Grundgedanke von Einheit und Zusammenhalt hatte voll durchgeschlagen. Herforder Bürger spendeten spontan acht prall gefüllte Säcke voller Kinderspielzeug und Kindersachen. Hinzu kam überraschend eine Geldspende in Höhe von 600.-€ durch eine Delegation aus Mitgliedern des Rates, der Verwaltung, der „Stadt Tourismus GmbH“ aus Herford sowie einer Abordnung aus Hamburg. Tatkräftig unterstützt wurde diese Aktion von den „Stader Hafensängern“ und Chorleiter Manfred Häftmann übergab die 600.-€ an unseren „Salzgrafen“ Wolfgang Fleischer (Citygemeinschaft Halle). Nach Abstimmung mit dem Saalestammtisch Halle wurden die Kindersachen an die Kita „Kinderträume“ (Gut Gimritz) überreicht. Am Donnerstag gab es eine Geldspende von 600.-€ für den Peißnitz- Express, damit für die Kinder wieder die Eisenbahnräder zu Rundfahrt rollen. Ziel der Vereinsmitglieder ist es, dass die Parkeisenbahn im August wieder rollt. Zum Glück sind die Fahrzeuge nicht beschädigt, sie wurden rechtzeitig gerettet. Jetzt müssen aber noch Bäume von der Strecke beseitigt und die Gleise auf etwaige Schäden geprüft werden.

Der Stadtsportbund kann sich auch über eine Spende freuen. 4.000 Euro wurden durch das Sicherheitsunternehmen b.i.g. überreicht. Mit der Summe will der SSB jetzt vom Hochwasser betroffene Vereine unterstützen. Unter dem Motto „Wir wollen helfen!“ hatten hallesche Berufsschüler am 19. Juni 2013 eine besondere Spendenaktion organisiert: Bei 35 Grad Tagestemperatur liefen 35 Schüler und Schülerinnen der Klasse PT 12 III insgesamt 330 Runden für einen guten Zweck. Sponsoren und Privatpersonen konnten Spenden auf die Teilnehmer des Laufes setzen. Runde für Runde kam so ein Summe von 1.966 Euro zusammen, die am Mittwoch im halleschen Rathaus überreicht wurde. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand nahm den symbolischen Scheck stellvertretend für die Hochwasseropfer entgegen. Zuvor hatte er sich von den eingeladenen Vertretern der Euro-Schule über die Motivation, den Hintergrund und die Einzelheiten der Aktion berichten lassen.

Eine Geldspende gab es auch vom Verein der Vietnamesen in Halle und Umgebung e.V. Spenden. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand konnte von Herrn Huu Trong Nguyen, Vorstandsmitglied des Vereins, einen Scheck über 2.348 Euro entgegen nehmen. Nachdem das Hochwasser in Halle Anfang Juni seinen Höhepunkt erreicht hatte, entschloss sich der Verein Spenden für die Opfer der Flut zu sammeln. Innerhalb von zwei Wochen kam so die Summe von 2.348 Euro zusammen. Der Verein der Vietnamesen, der 2009 gegründet wurde, zählt aktuell etwa 150 Mitglieder.

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