Uni Halle ist wieder „Ausgewählter Ort“

18. Oktober 2012 | Vermischtes | Keine Kommentare

Am Dienstag, 23. Oktober 2012, wird das Projekt „Innovative Visualisierungsverfahren in der 3D-Geologie“ als „Ausgewählter Ort“ im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen 2012“ ausgezeichnet. Preisträger ist das Fachgebiet Hydro- und Umweltgeologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Die Verleihung findet am Universitätszentrum Informatik im Rahmen einer Werkschau zum Thema „Wissenschaftliche Visualisierung / 3D-Modellierung“ statt.

Bereits zum zweiten Mal gehört das Fachgebiet zu den „Ausgewählten Orten“. Jährlich werden für den Wettbewerb die vielversprechendsten Zukunftsideen in den Kategorien Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Umwelt, Bildung und Gesellschaft ausgewählt. Vor fünf Jahren gewann das Team um Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Peter Wycisk mit einem ersten 3D-Modell von Halles Unterwelt. Diesmal wird das innovative Verfahren der dreidimensionalen Darstellung in Glas ausgezeichnet.

Die MLU-Geologen ließen dafür den Untergrund der Stadt Halle maßstabsgetreu und dreidimensional per Laserstrahl in einen Glaskörper eingravieren. Mit acht Millionen Laserpunkten werden die unterirdischen Schichten des 135 Quadratkilometer großen Gebietes dargestellt. Der Vorteil dieser soliden Form der Datenhaltung ist ihre praktisch unbegrenzte Lebensdauer. Zudem können Geodaten auf diese Weise rechnerunabhängig dargestellt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Der Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ wird seit 2006 gemeinsam von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Deutschen Bank realisiert. In diesem Jahr konnten sich gleich zwei MLU-Projekte unter den mehr als 2000 Bewerbern durchsetzen – als einzige aus dem Hochschulbereich Sachsen-Anhalts in der Kategorie „Wissenschaft“. Neben dem 3D-Visualisierungsverfahren gehörte das Kurzfilmfestival „nanospots“ im Mitteldeutschen Multimediazentrum in Halle dazu.

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