Tierschützer kritisieren Zirkus-Shows an der Halloren-Schokoladenfabrik

23. Dezember 2015 | Vermischtes | 4 Kommentare

Rund um die Feiertage gastiert der Circus Rolina an der Halloren-Schokoladenfabrik in Halle (Saale), lädt dann unter anderem zum „Haller Weihnachtszirkus“ ein. Bei Tierschützern sorgt das Gastspiel für Kritik. Davon betroffen ist auch die Halloren Schokoladenfabrik, die ihr Gelände zur Verfügung stellt.

Ein Leben im Zirkus stelle für die Tiere eine extreme physische und psychische Belastung dar, heißt es von der Initiative wildtierfreier Zirkus Halle. „Die Tiere leiden unter viel zu kleinen Käfigen; es steht ihnen meistens kein Auslauf zur Verfügung, und wenn doch, dann in viel zu kleinen Dimensionen. Auch die langen Transportwege in sehr kleinen Transportboxen beansprucht die Tiere stark, weil sie häufig viele Stunden oder gar Tage dort ausharren müssen, bis ihre Käfige am neuen Spielort errichtet sind.“ Die vollbrachten „Kunststücke“ und die damit verbundene Dressur für die Tiere würden zudem keine willkommene Abwechslung darstellen, denn häufig würden brutale Dressurmethoden angewendet, um den Willen der Tiere zu brechen. Aus diesem Grund würden Viele der präsentierten „Kunststücke“ den natürlichen Verhaltensweisen der Tiere widersprechen und alles andere als freiwillig vorgeführt. „Auch die Auftritte in der Manege werden von den Tieren nicht aus Spaß, sondern aus Zwang absolviert; denn grelles Licht, schrille Musik und laute Zuschauer*innen bedeuten für die Tiere stets Stress.“

Die Initiative kritisiert nicht nur die schlechten Haltungsbedingungen oder die rechtlichen Verfehlungen einzelner Zirkusse, „sondern vor allem deren Systematik, die auf Qual, „Benutzung“ und Ausbeutung der Zirkustiere beruht: durch Gefangenhaltung, Zurschaustellung, stressvollen Transporten und der massiven Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit. Für diese Zustände sind nicht nur die Zirkusse verantwortlich. Verpächter wie Sie, aber auch die Sponsoren, die Behörden der Stadt Halle, ihre Bewohner*innen und vor allem die Besucher*innen von Zirkussen sollten Quälerei, Dressur und Gefangenhaltung nicht länger unterstützen oder dulden“, erklärt die Initiative. „Wir sind der Ansicht, dass die Darbietung und Zurschaustellung von Tieren auf Unfreiheit und Unterdrückung von Bedürfnissen fühlender Lebewesen basieren und daher in einer modernen Gesellschaft keinen Platz mehr haben. Wir fordern Sie, die Stadt Halle und die Zirkusbesucher*innen auf, endlich aufzuhören, über die Quälerei hinwegzusehen und Zirkusse mit Tieren nicht mehr zu dulden oder zu unterstützen!“

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