Tag des offenen Denkmals in Halle eröffnet

13. September 2015 | Vermischtes | Keine Kommentare

Am Sonntagmittag wurde auf dem Uniplatz in Halle (Saale) der bundesweite Tag des offenen Denkmals offiziell eröffnet. Kulturstaatssekretärin Monika Grütters hob in diesem Rahmen das bürgerschaftliche Engagement hervor, durch das viele Denkmäler gerettet werden konnten.
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„Als Stadt mit langer Tradition in Industrie und Handwerk ist Halle ein gut gewählter Ort für die bundesweite Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals. In der Saalestadt und in ganz Sachsen-Anhalt gibt es zahlreiche historische Industriebauten, technische Denkmale sowie traditionelle Handwerksbetriebe. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, unter dem diesjährigen Motto ‚Handwerk, Industrie, Technik‘ diese sehenswerten Denkmale zu besichtigen.“ Das sagte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff heute bei der bundesweiten Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals in Halle.

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Als Beispiel der frühen Industrialisierung in Sachsen-Anhalt nannte der Ministerpräsident den Bergbau im Harz. „Die ehemalige Eisenhütte in Mägdesprung, die Gottesbelohnungshütte in Hettstedt oder die Grube Glasebach in Straßberg geben eindrucksvolle Einblicke in die Geschichte der Rohstoffgewinnung. Ebenso sehenswert sind die technischen Denkmale des Verkehrs wie die Harzer Schmalspurbahn, die Selketalbahn, die Rübelandbahn oder die Naumburger Straßenbahn“, so Haseloff.

Der Regierungschef unterstrich die hohe Bedeutung der Denkmalpflege. „An dem Erhalt unserer einzigartigen Denkmallandschaft haben viele Organisationen und Einzelpersonen mitgewirkt. Allen gilt mein herzlicher Dank“, sagte Haseloff. Damit sich auch künftig viele Menschen für die Pflege von Denkmalen engagieren, müsste in der Öffentlichkeit verstärkt auf deren Wert und Nutzbarmachung hingewiesen werden. Dazu gehörten nicht nur die Darstellung des Erreichten und die Aufklärung über Mittel und Möglichkeiten. Genauso wichtig seien eine interessante und jugendgerechte Behandlung in den Schulen aber auch die touristische Vermarktung und die Nutzung der Medien.

Anlässlich des Tages des offenen Denkmals hat Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh den Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Denkmalpflege gewürdigt. Ohne dieses große Engagement sei es vielfach gar nicht möglich, wichtige Kulturgüter für die Nachwelt zu erhalten , sagte er am 13. September bei seinem Besuch in den Langensteiner Höhlenwohnungen bei Halberstadt. Sie kümmerten sich in ihrer Freizeit um diese Kulturdenkmale und würden sie nicht nur am Denkmaltag der Öffentlichkeit zugänglich machen. „Auf diese Weise leisten sie einen wesentlichen Beitrag für den kulturellen Reichtum des Landes.“

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Sein besonderer Dank gelte den vielen ehrenamtlich für die Denkmalpflege und Archäologie tätigen Menschen, die sich für vernachlässigte Gebäude, Industriedenkmale, Großsteingräber, Mühlen oder Kirchen einsetzten. „Ich würde mich freuen, wenn sich hier künftig noch mehr Ehrenamtliche finden.“ Zugleich zeigte sich der Minister überzeugt, dass dieser Einsatz nicht nur das Land, sondern auch die Menschen selbst bereichere. „Das Ehrenamt macht Spaß, führt Menschen zusammen und bringt im besten Fall Erfolge mit sich. Es lohnt sich also, ehrenamtlich tätig zu sein.“

Am Tag des offenen Denkmals stehen bundesweit rund 7.500 historische Bauwerke für alle Interessierten offen. Allein in Sachsen-Anhalt können 520 Denkmale besichtigt werden. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert diesen Tag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Handwerk, Technik, Industrie“ steht und zentral in Halle eröffnet wurde.

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