Streiks im öffentlichen Dienst in Halle drohen

14. März 2014 | Vermischtes | Keine Kommentare

Kitas und Schulen könnten geschlossen bleiben, Straßenbahnen fahren nicht, die Mülltonnen bleiben voll: im öffentlichen Dienst in Sachsen-Anhalt drohen kommende Woche Streiks.

GEW StreikAm Donnerstag haben Gewerkschaften sowie die Arbeitgeber von Staat und Kommunen über Gehaltserhöhungen gesprochen und sind zu keinem Ergebnis gekommen. Die Arbeitgeber werfen ver.di „maßlose Forderungen vor.“ Aus diesem Grund wird es Anfang kommender Woche auch in Halle (Saale) Streiks geben. Wo genau, will ver.di erst kurz vorher bekanntgeben. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kündigt bereits Warnstreiks an.

Die Gewerkschaft fordert eine Anhebung der Entgelte um 100 Euro plus zusätzlich 3,5 Prozent, eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro monatlich sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden. Für den Nahverkehr soll es darüber hinaus eine Zulage von 70 Euro monatlich geben, in den Krankenhäusern sollen die Nachtzuschläge von 15 Prozent auf das Niveau der Nachtzuschläge im TVöD (20 Prozent) angehoben werden. Gleichzeitig will ver.di mit den Arbeitgebern über einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Arbeitstagen für alle Beschäftigten sowie über den Ausschluss von sachgrundlos befristeten Arbeitsverträgen sprechen. Das Ergebnis soll zudem zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden.

Streik11Vor einem Jahr hatten Beschäftigte für 24 Stunden den Straßenbahn- und Busverkehr in Halle lahmgelegt. Die damals erkämpfte Lohnerhöhung belastet das Verkehrsunternehmen nach eigenen Angaben mit 1,5 bis 1,7 Millionen Euro.

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