Stil statt Steinar: Kampagne gegen Nazisymbolik und rechte Sprüche

28. Januar 2015 | Vermischtes | 13 Kommentare

Das Bündnis „Halle gegen Rechts“ hat am Mittwoch mit der Aktion Ladenschluss die Kampagne „Stil statt Steinar – Nazisymbolik und rechte Sprüche haben hier Hausverbot“ gestartet.
Oseberg Hallmarkt
Damit wolle man erreichen, dass neonazistische Kleidungsmarken, aber auch andere rechte Symbole in Kneipen, Cafe’s, Restaurants und Geschäften nicht zugelassen werden und dass rassistischen, antisemitischen und anderweitig menschenverachtenden Sprüchen kein Raum gegeben wird, so die Initiatoren.

Teilnehmer der Aktion sollen das Logo „Stil statt Steinar“ sichtbar aufzuhängen, um die Positionierung des Ladens deutlich zu machen. Zum anderen soll den Menschen, die Thor-Steinar-Klamotten tragen, mitgeteilt werden, dass diese Marke und die entsprechende Symbolik hier nicht gewünscht sind. Ein entsprechender Ausschluss dieser Leute kann mit Verweis auf das Hausrecht durchgesetzt werden, heißt es.

Die Marke Thor Steinar, aber auch andere rechte Klamottenlabels wie Ansgar Aryan oder Erik & Sons, transportieren eine Ideologie, die keine Abweichung von den eigenen Normvorstellungen duldet und deren zentraler Bestandteil Gewalt ist, erklärt dasd Bündnis seine Aktion. Mehr oder weniger modischer Chic würden mit positiven Anspielungen auf den historischen Nationalsozialismus oder rechte Symbolik verknüpft.

Auch in Halle (Saale) gibt es einen Thor-Steinar-Laden. Jahrelang existierte die Filiale in der Leipziger Straße. Nach der Kündigung durch den Hauseigentümer ist das Geschäft seit Juni 2014 am Hallmarkt.

www.stilstattsteinar.de

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