Stadtrat beschließt: Bebauungsplan für neues Wohngebiet am Böllberger Weg

25. Februar 2015 | Vermischtes | 1 Kommentar

Idyllisch an der Saale gelegen soll ein neues Wohngebiet entstehen. Der Stadtrat hat am Mittwoch der Aufstellung eines Bebauungsplans für das Arel zugestimmt.

Im Vorfeld hatte es heftige Kritik vom Arbeitskreis Hallesche Auenwälder (AHA) gegeben. Der Umweltverein forderte einen sofortigen Planungsstopp. Der geplante Radweg führe unweigerlich zur Zerstörung dieser sehr bedeutsamen Natur- und Landschaftsräume. Der Bereich der Mühle sei Rückzugsort für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, so unter anderem für Fledermäuse und Eulen in den seit Jahren leerstehenden Gebäuden.

Foto: Ralf Liebegott

Foto: Ralf Liebegott


Das Areal umfasst unter anderem die Hildebrandtsche Mühle und die Brauerei, aber auch Kaffeegarten, Sportplatz und Kleingartenanlage. Neben der Sanierung von Bestandsgebäuden ist auch die Errichtung diverser Neubauten wie Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser vorgesehen. In der Böllberger Mühle sollen Werkstätten, Büros und Loftwohnungen entstehen, Geld soll auch ein Wasserkraftwerk einspielen. Das Saaleufer selbst wird für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Bereich zwischen dem alten Ortskern von Böllberg und den Tennisplätzen am Sportparadies soll der Saale-Radwanderweg entlanglaufen. Die jetzige Rohrbrücke soll künftig auch von Fußgängern genutzt werden können. Der komplette Bereich entlang des Böllberger Wegs zum neuen Wohngebiet hin soll mit Bäumen bepflanzt werden.
Vorgesehene Bebauung

Vorgesehene Bebauung


Allerdings sieht Baudezernent Uwe Stäglin auch einige Konflikte. „Durch die geplante Bebauung, die innere Erschließung und die Verlagerung des Saale-Radwanderweges in Ufernähe werden bisher kaum bzw. wenig gestörte Biotope durch menschliche Nutzung tangiert“, erklärt er in der Begründung zu seiner Beschlussvorlage. „Ebenso führt die Revitalisierung langjähriger Gewerbebrachen und Umnutzung leerstehender Gebäude zum Verlust von potenziellen Fledermausquartieren und ggfs. zu Konflikten mit weiteren geschützten Arten.“

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