Stadt und Land auf möglichen Wintereinbruch vorbereitet

25. November 2014 | Vermischtes | Keine Kommentare

Die Straßenbauverwaltung in Sachsen-Anhalt und die Stadtwerke Halle sind auf einen möglichen Wintereinbruch vorbereitet.

So können in Halle bei Schneefällen bis zu 120 Mitarbeiter mit 22 großen Winterdienstfahrzeugen (über 7,5 t) und 24 kleinen Fahrzeugen für Gehwege (unter 7,5 t) im Einsatz sein. Die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH hat für die bevorstehende Wintersaison 600 Tonnen Salz aus Bernburg bestellt, weitere 200 Tonnen sind noch aus dem Vorjahr da. Hinzu kommen 90.000 Liter Solelösung. In der Äußeren Hordorfer Straße waren im vergangenen Jahr zwei neue Salzsilos in Betrieb genommen worden.

„Bei Bedarf stehen insgesamt rund 660 Mitarbeiter sowie 330 Räum- und Streufahrzeuge bereit, um Autobahnen, Bundes- und Landes- sowie einen Teil der Kreisstraßen zu beräumen und vor Vereisung zu schützen. In den Depots der Straßen- und Autobahnmeistereien sind rund 76.000 Tonnen Streusalz und knapp zweitausend Tonnen Sole eingelagert“, teilte Landesverkehrsminister Thomas Webel heute mit. Auf einer Länge von 144 Kilometern seien bereits Schneezäune aufgestellt worden.

„Trotzdem können die Räumdienste nicht sofort und überall gleichzeitig sein“, betonte der Minister. Vor allem bei extremen und überraschend starken Wintereinbrüchen sei das schwierig. Webel appellierte deshalb an jeden einzelnen Kraftfahrer, bei Gefahr von Schnee- und Straßenglätte besonders vorsichtig zu fahren. „Nicht nur die Risiken sind größer, auch die Folgen eines Unfalls sind bei ungünstigen Fahrbahnverhältnissen oft besonders dramatisch“, erklärte er und verwies in diesem Zusammenhang auf die gesetzlich verankerte Pflicht, die Fahrzeugausrüstung den Witterungsverhältnissen anzupassen. „Bereits bei Außentemperaturen im einstelligen Bereich bieten Winterreifen einen deutlich besseren Kontakt zur Straße und sorgen so für ein besseres Fahrverhalten“, fügte der Minister hinzu. So könnten Unfälle vermieden werden, die in der Regel zu einer weiteren Verschärfung der ohnehin schwierigen Situation führten.

Das Land ist nach Auskunft von Webel für den Winterdienst auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen (mit Ausnahme der Ortsdurchfahrten in Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau) zuständig. Dazu kommen die Kreisstraßen in den Landkreisen Mansfeld-Südharz, Jerichower Land, Wittenberg und teilweise im Landkreis Harz. Für die Beräumung des überwiegenden Teils der Kreis- und kommunalen Straßen dagegen sind die Landkreise und die jeweiligen Gemeinden selbst verantwortlich.

In der zurückliegenden Winterdienstperiode 2013/2014 wurden auf den vier- bzw. sechsspurigen Autobahnen durchschnittlich etwa 19 Tonnen Feuchtsalz je Kilometer ausgebracht; auf Bundesstraßen waren es fünf, auf Landesstraßen rund vier Tonnen je Fahrbahnkilometer. Ein besonderes Problem waren die häufig wechselnden Frost-Tauwetter-Frost-Perioden.

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