Stadt hält an neuer Feuerwache am Star Park fest

13. September 2013 | Vermischtes | 1 Kommentar

Die Stadt Halle hält an den Plänen einer dritten Wache der Berufsfeuerwehr fest. Das geht aus der Überarbeitung des Brandschutzbedarfsplans hervor.

Die Wache, die im Star Park in Halle-Queis entstehen soll, ist laut Verwaltung nötig, um die gesetzlichen Hilfsfristen einzuhalten. Vor allem im Norden und Osten der Stadt ist die Berufsfeuerwehr nicht innerhalb von 12 Minuten vor Ort. Wie Brandrat André Halke im Ordnungsausschuss erläuterte, soll die Wache in den Jahren 2016 bis 2017 realisiert werden. Sie soll 1,7 Millionen Euro kosten und mit einer Drehleiter ausgestattet werden. Acht Berufsfeuerwehrleute sollen pro Schicht in der Wache tätig sein.

Momentan hat Halle zwei Wachen der Berufsfeuerwehr. Hinzu kommen zwölf Ortsfeuerwehren, wobei einige Wehren unter der gewünscht Soll-Stärker aktiver Mitglieder liegen. In Tornau gibt es beispielsweise kein einziges aktives Mitglied mehr, de facto gibt es die Wehr also nicht mehr.

Vorgesehen ist im Brandschutzbedarfsplan auch der Bau einer Atemschutzübungsanlage. Derzeit verfügt die Saalestadt über keine entsprechende Anlage, die Feuerwehrleute üben in einer nicht der DIN-Norm entsprechenden Anlage des Unternehmens Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau. 2,5 Millionen Euro würde der Neubau kosten.

Wie Branddirektor Wolfgang Hans sagte, ist es ein großes Ziel, den Krankenstand zu senken. „Wir werden alles daran setzen.“ Als Ziel sind 3 Prozent ausgegeben.

Daneben muss die hallesche Berufsfeuerwehr auch ihre Personalstruktur wegen neuer Arbeitszeitverordnungen ändern. Maximal sind nun noch 48 Wochenstunden möglich. Damit braucht die Feuerwehr mindestens 231 Mitarbeiter, das sind 25 mehr als bislang. Hier mit einberechnet sind aber auch schon die Mehrbedarfe durch die Zusatzwache.

Ursprünglich sollte der Brandschutzbedarfsplan schon im November 2012 verabschiedet werden. Bernd Wiegand, damals noch Innendezernent, hatte die Vorlage aber zurückgezogen und sie nun überarbeiten lassen. Eingeflossen sind nämlich auch die neuen Organisationsstrukturen innerhalb der Stadtverwaltung. Wiegand hatte einige Ämter zusammengelegt.

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