SPD kritisiert Deichbau-Genehmigung am Gimritzer Damm

7. Oktober 2014 | Vermischtes | 26 Kommentare

Vorige Woche hatte der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft einen vorzeitigen Maßnahmebeginn für den Deichneubau am Gimritzer Damm genehmigt. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten zunächst auf 400 Metern beginnen.

Doch es regt sich Kritik. Neben einer Anwohnerinitiative der Altstadt und dem Arbeitskreis Hallesche Auenwälder (AHA) will nun auch die SPD-Fraktion im Stadtrat von Halle die derzeitigen Pläne zu Fall bringen. Sie fordert Landesumweltminister Herman Onko Aikens auf, umgehend das Verfahren zur Planung des neuen Gimritzer Damms zu überprüfen.

Grund ist der geplante Deichverlauf entlang der Halle-Saale-Schleife und einer enthaltenen Aussparung für die Eissporthalle. Dabei werde vom LHW die inzwischen gefallene Entscheidung zur Eissporthalle, wonach die neue Eishalle an der Blücherstraße entstehen, nicht beachtet. Auch das Gespräch mit den Saaleanliegern sei nicht gesucht worden, auch habe man den Hochwasserbeirat nicht einbezogen. Die Folgen für den Hochwasserschutz in der Altstadt seien bis heute nicht abschließend geklärt.

„Mit der nun genehmigten Planung,“ so Johannes Krause, „versucht der Landesbetrieb einen inzwischen unnötig gewordenen Deichverlauf mit dem >Kopf durch die Wand< durchzusetzen und nimmt dabei billigend höhere Kosten als notwendig und unkalkulierbare Verzögerungen des Deichbaus wegen Klageverfahren in Kauf. Wir fragen uns, wodurch diese Haltung motiviert ist und sehen den Bedarf einer Prüfung des Planungsvorgangs durch das zuständige Ministerium.“ Die SPD-Fraktion wird sich an Minister Aikens wenden und darüber hinaus die Vertreter des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft zu einer öffentlichen Veranstaltung einladen. Folgen könnten eine komplette Neuplanung und damit ein weiterer Zeitverzug sein.

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Dieses Thema enthält 26 Antworten und 12 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Anonym vor 4 Jahre, 7 Monate.

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  • #118509

    Vorige Woche hatte der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft einen vorzeitigen Maßnahmebeginn für den Deichneubau am Gimritzer Damm
    [Der komplette Artikel: SPD kritisiert Deichbau-Genehmigung am Gimritzer Damm]

    #118510

    Halle bleibt Halle. Ist jemand überrascht? Ich nicht.

    #118511

    Die SPD zeigt nun ihr wahres unmögliches Gesicht als Deichverhinderer.

    #118512

    Gääähn. Was Krause da vermeldet ist so relvant wie ein Sack umgefallener Reis. Er gibt sich ja nicht einmal die Mühe, zu verschleiern, dass es der SPD weniger um rechtzeitigen Hochwasserschutz geht, sondern um politische Rachegelüste geht.

    Warum beschließt denn der Stadrat nicht die Prüfung der Erfolgsaussichten einer Klage gegen den genehmigten Abschitt? Kann es sein, dass die Entscheidung rechtmäßig ist?

    #118513

    Was für den einen ein Sack Reis ist für den anderen existenzbedrohend.

    #118514

    Der beste Schutz gegen Hochwasser ist es, nicht in die Nähe des Wassers zu ziehen. Wer dies dennoch tut, mag seine Existenz eigenverantwortlich bedrohen. Ob sie tatsächlich durch 5 cm mehr bedroht wird ist aber ebenso fraglich, ob es von Bedeutung ist, wenn in China 20 Säcke Reis umfallen.

    #118516

    SPD? Nicht nur Arbeiterverräter seit 1914, auch heute wieder in bester Tradition. Nix gelernt… aber der Kaffeeminister wird ihm schon die Richtung zeigen…

    #118518

    Kenno: Die SPD fordert nur das, was du selber mal als fachlich richtig hier propagiert hast. Warum soll man nicht den billigeren Damm mit mehr Wasserausweichfläche nehmen anstatt einen Damm der teurer ist und der nur die Belange westlich davon berücksichtigt?? Das macht absolut keinen Sinn!

    #118519

    @menschmeyer: das war doch nur theoretisch gemeint, aber es ist jetzt zu spät einen großen Aufwand für den Abriß der Eissporthalle und Herstellung der Baufreiheit für eine andere Deichführung zu schaffen, die jetzt für den sofortigen Baubeginn (in 8 Wochen)vorhanden ist.
    Die SPD sollte sich vielmehr im Stadtrat für die Sanierung der Brunnengalerie einsetzen und den OB nach dem Stand dieser Chefsache fragen, denn wenn diese beiden Vorhaben nicht gleichzeitig fertig werden, ist nichts gewonnen.

    #118538

    @kenno: ich erwarte von deutscher Ingenieurkunst eine gewisse Flexibilität. Es war und ist genug Zeit, das Projekt umzuplanen. Vor 50 Jahren flogen wir zum Mond, da wird es doch heute wohl möglich sein, die Deichlinie nach normalem, anerkannten technischem Standard zu bauen.

    #118559

    @hei-wu, leider falsch: wir flogen nicht zum Mond, das waren die Amis, und nicht vor 50 Jahren, sondern nur vor 45 jahren…

    Möglich sollte das Bauen wohl sein, aber dann werden wieder welche meckern, daß das nicht dem beantragten und genehmigten Plan etspricht…

    #118594

    @hei-wu, leider Pech gehabt, wenn sich die Stadt erst nach weit über einem Jahr nach der Flutkatastrophe für einen neuen Standort der Eissporthalle entscheidet.
    Leider gibt es auch für Deichlinien keine anerkannten technischen Standards. Die Führung richtet sich nach den vorhandenen Gegebenheiten.

    #118615

    Und die sind jetzt so, dass die Halle weg kann.

    #118617

    Das spricht trotzdem nicht zwangsläufig für deine Planungsvariante, da die alte Linie einen erheblichen Mangel hat(te). Die Landseite des Deiches muss einen Deichwehrweg (Deichverteidigungsweg) besitzen, über den zum Beispiel Sandsäcke herantransportiert werden können. Die Straßenverbindung hin zum Klinikum Kröllwitz wäre dann unter Umständen blockiert von Einsatzfahrzeugen und Sandsäcken.

    #118623

    Und die sind jetzt so, dass die Halle weg kann.

    Aber noch nicht weg ist und wie lange willst du noch darauf warten und was kostet der Abriss ?

    #118624

    Der Deich kann notfalls auch ohne Abriß der alten Halle gebaut werden. Auf gerader Linie. Zwischen Gimritzer Damm und Eishalle ist ausreichend Platz.

    #118625

    Vielleicht mit Siemens-Lufthaken.

    #118626
    #118628

    Wo kann man denn so einen Siemens-Lufthaken bestellen? 🙂

    #118701

    Bei Siemens… 😀

    Geht es inzwischen beim Gimritzer Damm noch um die Sache ansich, oder eher darum, dass sich angepisste Rechthaber wie kleine Kinder um die Sandförmchen streiten?

    Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten. (Erwin Pelzig)

    #118973

    Das Vorhaben wurde öffentlich vorgestellt, auf Grund von Bürgerhinweisen ergänzt, sowohl im Planungs- und auch im Hauptausschuß des Stadtrates erläutert und auf einer Internetpräsens dargestellt. Was soll denn der LHW nun noch mehr machen damit sich die SPD Fraktion ausreichend informiert fühlt? Ich glaube nicht das beispielsweise neues Finanzamt oder andere Baumaßnahmen in der Stadt derart transparent dargestellt wurden.

    #118976

    Krause motzt doch ersichtlich nur rum, ansgtatt sich ordnungsgemäß mit seinen angeblichen Einwendungen im Anhörungsverfahren zu beteiligen.

    #118995

    Anhörungsverfahren? wo jetzt. Von der Händelhallenshow gibts m.W. nicht mal ein Protokoll.

    #119004

    Ich empfand die Veranstaltung in der Händelhalle nicht als Show.Wenns denn eine war, dann waren der ehemalige WWD Direktor Franke „Niemand will eine Mauer“ und Frau Dr. Möller “ Wir klagen ja sowieso“ dabei die besten Showeinlagen.

    #119244

    Hätte Frau S. alles schon erledigt haben können, und wollte sie ja auch mit den Mitteln des Konjunkturpaketes.
    Warum sie es nicht getan hat, könnte man ohne viel tamtam parteiintern klären!
    Und hier puplizieren.

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