Sensemann zieht gegen den Pelz in den Kampf

12. März 2013 | Vermischtes | 1 Kommentar

Dunkel gekleidet, Totenkopfmaske auf, eine Sense in der Hand und einen blutigen Pelzmantel über die Schulter: auf diese Weise haben Aktivisten der Tierrechtsorganisation PETA am Dienstagnachmittag in Halle (Saale) auf das Leiden der Tiere in der unweit gelegenen Nerzfarm in Söllichau im Kreis Wittenberg aufmerksam.

„Noch immer werden Tausende Tiere auf illegal betriebenen Nerzfarmen gehalten und vergast“, erklärt Patrique-Robert Noetzel, Aktionskoordinator bei PETA. „Pelz steht für Tod und Leid. Dabei gibt es heutzutage viele modische und tierfreundliche Alternativen.“

Nach Angaben von PETA werden trotz entsprechender Verordnung in Söllichau noch immer Nerze in winzigen und verdreckten Käfigen eingesperrt und für „Modezwecke“ ihrer Felle beraubt. Es mangele an Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere und gebe zu wenig Wasser. Zudem würden Nerze, die in der Natur Einzelgänger seien, auf Pelzfarmen zu Hunderten aneinandergereiht. Dort drehen sie sich wild im Kreis oder benagen sich selbst, heißt es von den Tierschützern.

Wie es von den Aktivisten heißt, sei am 11. Dezember 2011 die dritte Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) in Kraft getreten. Nerzkäfige dürften seitdem nicht mehr übereinander gestapelt werden und jedem Nerz muss mindestens ein Quadratmeter, bei einer Minimum-Käfiggröße von drei Quadratmetern, zur Verfügung stehen. Der Bundesrat habe sich im Juli 2012 für ein grundsätzliches Haltungsverbot von Tieren auf Pelzfarmen ausgesprochen.

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