Schwierige Drillingsgeburt: Zusammenarbeit von Uniklinik und Elisabeth-Krankenhaus

11. Februar 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Lena, Lilly und Lukas hatten es besonders eilig: Fast 10 Wochen zu früh kamen am 7. Februar 2013, ab 01.02 Uhr, jeweils Minutentakt die beiden Mädchen und der Junge von Nadine Fischer (29) und Daniel Reichel (28) zur Welt. Die verpasste Zeit im Mutterleib müssen die mit 1.450 Gramm, 1.460 Gramm und 1.600 Gramm geborenen Winzlinge nun noch auf der Frühgeborenenintensivstation des Perinatalzentrums des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara nachholen.

Bereits von der achten Schwangerschaftswoche (SSW) an wurde die Mutter durch die Ärzte des Krankenhauses betreut und überwacht. Eine erste Operation der Mutter erfolgte bereits in der 14. SSW, um eine Muttermundseröffnung zu verhindern. Nachdem diese Operation zu einem guten Erfolg geführt hat, ließ der nächste Schreck nicht lange auf sich warten: Bei 24. vollendeten Schwangerschaftswochen kam es zu einem sogenannten fetofetalen Transfusionssyndrom, eine Komplikation, bei der die Mehrlinge um die Blut- und Nährstoffversorgung konkurrieren.

Professor Michael Tchirikov führte daraufhin am halleschen Universitätsklinikum erfolgreich eine lebensrettende Laseroperation im Mutterleib durch. Hierbei wurde der unkontrollierte Blutaustausch zwischen den beiden Mädchen unterbunden. Nach der erneuten Operation wurde die Mutter bis zur Entbindung bei 30 vollendeten Schwangerschaftswochen stationär im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara betreut. Die einsetzenden Wehen machten die Entbindung am 7. Februar 2013 schließlich unabdingbar. Die drei Kinder sind für ihr Alter und Geburtsgewicht gesund entwickelt und haben von dem Stress ihrer Mutter scheinbar nichts mitbekommen.

Übrigens, die letzten am Haus geborenen Drillinge vom 05. Dezember 2012 aus Nigeria – Somto, Zimi und Zara – wurden am 30. Januar 2013 gesund nach Hause entlassen.

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