Schwere Verbrennungen: Mädchen aus Angola wird in Halle behandelt

20. Mai 2015 | Vermischtes | Keine Kommentare

Luzia (10 Jahre) aus Angola ist ein hübsches und sehr freundliches Mädchen. Ab und zu lächelt sie. Sie ist seit Sonntag, 17.05.2015 in Deutschland und wird im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle/Saale in Kooperation mit der Organisation Friedensdorf International betreut.

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Luzia erlitt vor über 3 Monaten eine Verbrennung am gesamten Körper von ursprünglich ca. 40 Prozent und wurde in ihrer Heimat bereits behandelt. Jetzt hat sie noch offene Wunden von 15 Prozent.

Dr. Peter Göbel, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie im Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara erklärt: „Die Entscheidung, Luzia behandeln zu können wurde recht schnell getroffen. Erst Mitte letzter Woche erhielten wir vom Friedensdorf die Anfrage. Unsere Aufgabe ist nun, die Wunden bei Luzia zu schließen. Dafür sind Hauttransplantationen in mehreren Schritten notwendig. Hierfür werden wir eine Zeit von ungefähr 4 bis 6 Wochen benötigen. Nach erfolgreicher Behandlung kann Luzia dann wieder zurück zu ihren Eltern nach Angola.“

Das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara übernimmt mit der Behandlung von Luzia ein weiteres Mal die Kosten für die Behandlung eines Kindes aus Krisengebieten.

Seit Anfang der 90er Jahre werden in Zusammenarbeit von Friedensdorf International und dem Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) verletzte und kranke Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten behandelt, wenn ihnen in ihren Heimatländern nicht mehr geholfen werden kann. Die Organisation Friedensdorf International hilft seit 1967 den unschuldigsten Opfern von Kriegen und Krisen weltweit – den Kindern. Kinder die so schwer verletzt sind, dass in ihren Heimatländern keine Chance mehr auf Heilung besteht, werden – unter bestimmten Voraussetzungen – nach Deutschland gebracht, von wo aus sie auf Kliniken im gesamten Bundesgebiet sowie in Österreich und den Niederlanden verteilt und dort schließlich behandelt werden. Diese Kliniken haben sich im Vorfeld bereit erklärt, eine entsprechende stationäre Behandlung kostenlos durchzuführen. Nach abgeschlossener Behandlung kehren alle Kinder wieder in ihre Heimatländer und zu ihren Familien zurück.

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