Schüsseltreiben in Mötzlich: Pankratiuskirche lud zur Hubertusmesse ein

8. November 2014 | Vermischtes | Keine Kommentare

Tannenzweige und Heidekraut säumten den Altar, ein Hirschgeweih in Form eines Kreuzes war aufgebaut, dazu ausgestopfte Tiere, Jagdhörner riefen zum Gottesdienst.

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Kirchgemeinde und die Jagdpachtgemeinschaft Mötzlich-Tornau luden am Samstagabend zur Hubertusmesse in die St. Pankratius-Kirche in Halle-Mötzlich ein.

Der Gottesdienst der Jäger ist mittlerweile in der kleinen Kirche im Norden Halles zur Tradition geworden. Umrahmt wurde die Hubertusmesse musikalisch von den Anhaltiner Hubertusbläsern aus Dessau, die natürlich auch den Hubertusmarsch spielten.
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Pfarrerin Grietje Neugebauer appellierte an die Besucher, Maß zu halten. Schließlich sei das heutige Tun der Menschen lebensbedrohlich beispielsweise für die Eisbären oder für die Vielfalt im brasilianischen Regenwald. Ein weitsichtiger Umgang mit der Natur sei nötig. Schließlich sei die Welt ein Lebensraum für Mensch und Tier, alle seien Geschöpfe Gottes.

Direkt im Anschluss an den Gottesdienst wurde zum „Schüsseltreiben“ eingeladen, Wildgulasch als Festschmaus.
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Die Hubertusmesse geht auf den 3. November zurück, den Hubertustag. Dieser ist dem Heiligen Hubertus gewidmet, einem der Legende nach zunächst wilden und zügellosen Jäger. Während einer Jagd in den Ardennenwäldern soll ihm ein Hirsch erschienen sein, der zwischen den Stangen seines Geweihs das Zeichen des heiligen Kreuzes trug. Seit seinem Tod gilt Hubertus von Lüttich als Schutzpatron der Jäger. Seine Waidgerechtigkeit “Achtung vor dem Geschöpf” ist noch heute “ungeschriebenes Gesetz” der Jäger.

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