Eltern und Schüler der Friesenschule demonstrieren: Immer noch viele offene Fragen

8. Juli 2014 | Vermischtes | Keine Kommentare

Heute demonstrierten Eltern und Schüler der Friesen-Grundschule um 15:00 Uhr auf dem Marktplatz in Halle (Saale), um auf Ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Vor fast genau einem Vierteljahr fand eine große Informationsveranstaltung zur geplanten Sanierung der Friesen-Grundschule im Gebäude des Herder-Gymnasiums statt.

2014-07-08 - demo friesenschule 002Eines der Hauptanliegen der Eltern war damals der Transport zum Ausweichobjekt in den Morgenstunden. Oliver Paulsen sagte auf der Versammlung am 10. April, dass „die Ausschreibung für den Beförderungsauftrag mit der gewünschten Abfahrtszeit 07:15 Uhr erfolgen wird.“ Nach Informationen von Claudia Kettmann, Vorsitzende des Schulelternrates, gaben nur die HAVAG, OBS und Vetter Angebote ab. Letztendlich entschied sich die Stadt dann für das Angebot der HAVAG. Die Abfahrtszeit wurde auf 07:45 Uhr festgelegt, wie vorher bereits von der Stadt favorisiert, da keines der Unternehmen eine Beförderung um 07:15 Uhr realisieren könne.

Da durch den Umzug während der Baumaßnahmen mehr Kinder den Hort besuchen werden als bisher, wurde bereits im April auch die Frage der entsprechenden Transporte und eventuell zusätzlich entstehender Kosten lebhaft diskutiert. Hierzu wurde nun bekannt, dass der Hortträger einen Schulbus um 06:00 Uhr in Eigenregie stellt. Diese Fahrt wird auch vom Hortpersonal begleitet. Wie die Kinder die den Bustransfer um 06:45 Uhr benötigen befördert werden sollen, ist unklar. Die Stadt hatte zur Ermittlung des Bedarfes auch ausschließlich die Eltern der aktuellen Hortkinder befragt. Frau Kettmann sagte auf Nachfrage von HalleSpektrum hierzu: „Die Eltern, die nun zusätzlich einen Hortplatz benötigen, weil der geplante Bus erst so spät fährt, werden völlig außer Acht gelassen. Dies haben wir mehrfach bemängelt aber keine Reaktion von der Stadt erhalten.“ Auch die Kostenfrage wurde offensichtlich vor kurzem entschieden: Noch im April sagte die Stadt die Übernahme zusätzlich entstehender Kosten zu, wenn auf Grund des Umzuges ein zusätzlicher Betreuungsbedarf entstünde. Hierzu sagte Frau Kettmann: „Die Stadt hat uns im April 2014 zugesichert, dass keine erhöhten Kosten auf die Eltern zukommen. Dies haben wir allerdings immer nur sehr „schwammig“ erhalten und nie mit definitiven schriftlichen Zusagen. […] Vorgestern (1. Juli, d. Red.) erhielt ich die klare Ablehnung für die Kostenübernahme für die betreffenden Eltern von Dr. Radig.“

2014-07-08 - demo friesenschule 001Auch der geplante Baustart im gesamten Objekt zu Beginn der Sommerferien 2014 scheint nicht sicher zu sein. So steht jetzt schon fest, dass der Hort noch einen Großteil der Sommerferien im Objekt in der Friesenstr. 33 verbleiben wird. In einer Stellungnahme der Stadt heißt es hierzu: „Erste Firmen wurden beauftragt und werden z.B. mit Demontagearbeiten in den Ferien beginnen. Da der Hort noch fast die gesamten Ferien im Gebäude verbleibt, sind die durchzuführenden Baumaßnahmen darauf abzustellen, damit die Sicherheit der Kinder im Gebäude und im Außenbereich gesichert ist.“ Der Grund hierfür wurde dem Schulelternrat erst auf Nachfrage mitgeteilt: das Ausweichobjekt in der Ottostr. wird nicht fristgerecht fertig.

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