„Schrei nach Liebe“: Aktion Arschloch gegen Rechtsextremismus auf dem Markt in Halle

14. September 2015 | Vermischtes | 9 Kommentare

„Du bist wirklich saudumm, darum geht’s dir gut. Hass ist deine Attitüde, ständig kocht dein Blut. Alles muss man dir erklären , weil du wirklich gar nichts weißt. Höchstwahrscheinlich nicht einmal, was Attitüde heißt!“ … so fangen die ersten Zeilen des Ärzte-Songs „Schrei nach Liebe“ an.
aktion arschloch
Und dieser Song steht im Mittelpunkt der „Aktion Arschloch“, die dieser Tage bundesweit in Deutschland stattfindet. Und auch die Hallenser haben sich beteiligt. 100 von ihnen versammelten sich am Montagnachmittag auf dem Marktplatz, um gemeinsam den Song mit seiner markanten Textzeile zu singen… „Oh ,oh, oh , Arschloch!“

Ziel des Projekts ist es, den vielerorts in Deutschland um sich greifenden Rassismus auf musikalische Art und Weise zu begegnen, indem es den Ärzte-Song „Schrei nach Liebe“ wieder in die Charts befördern wollte. Seit kurzem steht der Song sogar auf Platz 1 der deutschen Single-Charts. Die Band „Die Ärzte“ unterstützt das Projekt mittlerweile ebenfalls, sämtliche Einnahmen (auch GEMA) durch den Verkauf des Liedes kommen der Hilfsorganisation „Pro Asyl“ zu Gute. Damit das auch so bleibt, findet die Aktion nach wie vor in vielen deutschen Städten Nachahmer. So nun auch in Halle.

Zur halleschen Aktion hatte der Gewerkschafter und Aktivist Marco Pellegrino als Privatperson aufgerufen. Zwar habe die Aktion nur symbolischen Charakter, so Pellegrino. Es sei jedoch wichtig, klare Kante gegen jegliche Form von Rassismus und Ausgrenzung zu zeigen. Auch in Halle, wo es immer wieder zu rassistisch motivierten Übergriffen auf Migranten kommt sei es von enormer Wichtigkeit, öffentlich Präsenz gegen derlei Umtriebe zu zeigen, so Pellegrino weiter.

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