Schimmelpilze in Lebensmitteln: DFG fördert Forschungsprojekt an dr Uni Halle

8. Mai 2014 | Vermischtes | 1 Kommentar

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert in einem gemeinsamen Projekt des Julius-Bernstein-Instituts für Physiologie in Halle und des Instituts für Lebensmittelchemie in Münster für die nächsten drei Jahre mit zusammen etwa 550.000 Euro ein Projekt zur Aufklärung molekularer Wirkmechanismen der Pilzgifte Ochratoxin A und Citrinin.

Beide werden typischerweise bei der Lagerung von z.B. Getreide, Kaffee oder Früchten von verschiedenen Schimmelpilzarten gebildet. Sie sind dank moderner Analysetechnik in einer Vielzahl von Lebensmitteln wie Getreideprodukten, Wurst oder Säften, Tee und Kaffee in geringen Konzentrationen zu finden. Dies führt dazu, dass im Menschen durch eine durchschnittliche Kost eine geringe Menge dieser Pilzgifte im Blut nachweisbar ist. Wird jedoch zu viel von ihnen eingenommen, kann es zur Beeinträchtigung der Nierentätigkeit führen, bei denen es durch Umbauprozesse bis zum Verlust der Nierenfunktion kommen kann. Die Mechanismen dieser schädigenden Wirkung bzw. wie es zu den Umbauprozessen kommt, sind jedoch bisher nur zum Teil verstanden. Weshalb auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt, die Mechanismen der Toxizität eingehend zu untersuchen.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Lebensmittelchemie in Münster sollen nun im bewilligten Projekt die Mechanismen der Toxizität von Ochratoxin A und Citrinin und deren Kombination mit Blick auf veränderte Genexpression und deren Regulationsmechanismen mittels humaner Nierenzellen in Kultur untersucht werden. Insbesondere soll die Rolle nicht-codierender RNAs dabei erforscht werden. Diese Untersuchungen erlauben es, beispielhafte Erkenntnisse von Krankheitsprozessen u. a. in der Niere zu gewinnen und dienen letztlich der Risikoabschätzung einer Exposition und damit auch der Prävention von Nierenschäden.

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