Sanierung: Friesenschule und Herdergymnasium müssen wohl ausziehen

19. Februar 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Wegen der geplanten Sanierung der Grundschule „Friesen“ und des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums müssen die beiden Schulen im Medizinerviertel in Halle (Saale) möglicherweise ausziehen. Das erklärte Sozialdezernent Tobias Kogge im Finanzausschuss.

Vor einem Monat hatte HalleSpektrum.de dazu erstmals in der Verwaltung nachgefragt, wurde mehrfach vertröstet. Und auch den Stadträten konnte Kogge noch keine genaue Auskunft geben. Wie Kogge sagte, sei er Anfang Januar vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt (ZGM) über einen bevorstehenden Auszug informiert worden. Aus diesem Grund habe er eine Vergleichsrechnung eingefordert. Erste Unterlagen würden vorliegen, seien aber noch nicht vollständig.

Um den notwendigen gesetzlichen Brandschutz herzustellen, müssten alle Kabel vom Flur in die Klassenräume verlegt werden, deshalb seien alle Räume betroffen. Dazu müssten die Schulen vom Stromnetz getrennt werden. Jetzt wolle er einen Kostenvergleich, was eine Auslagerung kostet und welche Kosten auf die Stadt zu kommen, wenn der Schulbetrieb während der Umbauarbeiten im Gebäude fortgeführt und nur nach Unterrichtsschluss gebaut wird.

Die Sanierung der Friesenschule soll 1,1 Millionen Euro, die des Herdergymnasiums 1,3 Millionen Euro kosten. Neben dem Brandschutz müssen außerdem die feuchten Keller hergerichtet werden. Eigentlich sollten die Arbeiten im Herbst starten und bis ins nächste Jahr hinein dauern. „Die ursprüngliche schulbegleitende Variante scheint nicht mehr aufzugehen“, meinte Kogge. Möglicherweise werde ein neuer Beschluss nötig sein. Unklar sei laut Kogge auch, ob die bereitstehenden Mittel ausreichen.

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