Salztafel der Halloren

9. November 2012 | Vermischtes | Keine Kommentare

Einmal im Jahr tafeln die Halloren-Salzwirker groß auf. Dann ist Salztafel im Salinemuseum. Prominenz aus Politik, Kultur und Wirtschaft wird dazu eingeladen. Am Donnerstagabend war es wieder soweit. Persönlichkeiten wie Bischof Gerhard Feige, Dorint-Chef Bertram Thieme, Stadtmarketing-Chef Stefan Voß, Staatssekretär Marco Tullner und Arbeitsagentur-Chef Kay Senius. Als Festredner konnte die Bruderschaft im Thale zu Halle diesmal Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff als Festredner gewinnen.

Und der Landesvater sprach nach dem traditionellen Fahnenschwingen der Halloren zum Thema „Tradition schafft Zukunft – Wie Landesidentität in den Regionen wächst“. Tradition, die hat dieses Bindestrichland eine Menge zu bieten, zum Beispiel die Ottonen, Reichskanzler Otto von Bismarck, die Reformation – alles hat seinen Ursprung in Sachsen-Anhalt. „Wenn man die Geschichte zurück verfolgen will auf der Landkarte landet man immer in Sachsen-Anhalt“, so Haseloff.

Die Halloren, so erklärte der Ministerpräsident, stünden für eine bewusst gelebte Tradition, pflegen ein bedeutendes historisches Erbe und repräsentieren eine mehr als 500 Jahre alte Institution. „Eine Gemeinschaft wird nicht ein halbes Jahrtausend alt, indem sie nur fortexistiert. Es muss viel mehr hinzukommen: der Sinn für das Historische und Überlieferte, Heimatverbundenheit und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit“, so Haseloff.

In seiner Festrede betonte er die zunehmende Bedeutung von Tradition und regionalem Brauchtum im Zeitalter der Globalisierung. Tradition und Brauchtum seien „kein Selbstzweck. Sie geben Orientierung und Halt im Leben und sind der ideelle Kitt einer Gemeinschaft. Menschen sehnen sich nach Vertrautem.“

Im Blick auf Sachsen-Anhalt führte der Ministerpräsident aus: „Identitätsentwicklung ist ein komplexer dynamischer Prozess. Er bezieht sich auf Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen. Woher wir kommen und wohin wir gehen wollen, sind unerlässliche Fragen. Gemeinsam stellen wir uns den Aufgaben und Herausforderungen. Gemeinsam haben wir Erfolg. Und wir haben auch gelernt, mit Schwierigkeiten und Rückschlägen umzugehen. So entsteht, wächst und festigt sich Identität.“

Im Gepäck hatte Haseloff außerdem einen Silberbecher des Landes für die Halloren. „Mit richtigem Bierrand“, freute sich einer der Salzwirker. Für den Landesvater gab es indes auch ein Geschenk, einen Hallorenpokal aus Glas. Da hatte Haseloff viel zu tun, denn bis zum Rand wurde der Pokal mit Bier gefüllt…

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