Sachsen-Anhalt verbietet auch Symbole der Bandidos und Chicanos

2. Oktober 2014 | Vermischtes | 4 Kommentare

Seit Ende August ist in Sachsen-Anhalt wird das Tragen und Zurschaustellen von verbotenen Symbolen des Motorradclubs „Hells Angels e. V.“ verfolgt. Nun weitet Sachsen-Anhalt das Verbot auch auf weitere Clubs aus. Verfolgt wird künftig auch das Tragen von Kutten der Bandidos, Chicanos, Mongols, Red Devils und Gremium.

Clubhaus der Chicanos

Ehemaliges Clubhaus der Chicanos in der Tonbühne (ToBü) Ammendorf


Nach erfolgter Prüfung der Sach- und Rechtslage habe man den Polizeibehörden des Landes einen entsprechenden Erlass zugeleitet, so das Innenministerium. Dabei lege man die Rechtsauffassung des 1. Strafsenats des Oberlandesgerichts Hamburg zugrunde. Den Polizeibeamten soll damit Handlungssicherheit vermittelt werden, um bei Zuwiderhandlungen strafrechtliche oder gefahrenabwehrende Maßnahmen zur Durchsetzung des Verbotes zu treffen. Mit der Umsetzung des Erlasses erwartet das Innenministerium eine wirkungsvolle Ergänzung für polizeiliche Möglichkeiten bei der Zurückdrängung der Rockerkriminalität.

In den vergangenen Monaten kam es in Halle immer wieder zu Auseinandersetzungen im Rockermilieu. So fielen Mitte Juni vergangenen Jahres in der Köthener Straße Schüsse am Clubhaus von “Distric 61″, den Hells Angels nahestehend. Anfang Mai lieferten sich Rocker eine Schießerei in der Murmansker Straße.

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