Rockerkrieg in Halle (Saale): Verletzter bei Schießerei in Trotha

15. Juni 2013 | Vermischtes | 12 Kommentare

Der Rockerkrieg ist zurück in Halle (Saale). Am Samstagabend gab es im Stadtteil Trotha eine Schießerei. Die Angreifer stoppten vor dem Gelände eines mit den „Hells Angels“ sympathisierenden Rockerclubs in der Köthener Straße, eröffneten das Feuer und flüchteten anschließend.

Ein 22-Jähriger wurde durch einen Schuss am Oberarm verletzt, wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht und musste dort anschließend operiert werden. Eine Vernehmung des Geschädigten war bisher nicht möglich. Nähere Angaben zu dem Pkw, aus dem heraus geschossen wurden, liegen nicht vor.

Die Polizei ermittelt nun wegen versuchten Totschlags. Sie rückte mit einem Großaufgebot an, sperrte das Gebäude weiträumig ab. Vor Ort wurden Spuren gesichert, neben Patronenhülsen auch Reifenspuren.

Chef das betroffenen Clubs ist Ralf H., ehemaliger Präsident der Underdogs. Es ist jener Mann, der am 3. Mai vergangenen Jahres im Süden der Stadt niedergeschossen wurde. Damals konnte er sich noch selbst in die Notaufnahme des Bergmanstrost-Krankenhauses retten. Sein Leben konnte nur durch Notoperationen gerettet werden. Unter anderem mussten zwei Kugeln aus seinem Oberkörper entfernt werden. Im März diesen Jahres gab es eine weitere Attacke auf ihn, Unbekannte schossen auf die Schaufensterscheibe seines Sicherheitsdienstes in der Ludwig-Wucherer-Straße.

Polizeiexperten zufolge versuchen die Hells Angels die Macht in der Saalestadt an sich zu reißen.

Print Friendly, PDF & Email
12 Kommentare

Kommentar schreiben