Riesenschäden im Dachstuhl: Bürgerverein soll Moritzkirche retten

13. September 2013 | Vermischtes | 1 Kommentar

„St. Marien das schönste Geläute, St. Ulrich das schönste Geschmeide, St. Moritz das schönste Gebäude“, so sagt es ein alter Spruch aus Halle.

Moritzkirche

Doch mittlerweile ist der Zustand der Moritzkirche bedrohlich. Am Donnerstagabend haben sich deshalb interessierte Hallenser getroffen, die sich für den Erhalt des Gotteshauses einsetzen wollen. Ziel ist es, einen Bürgerverein zu gründen. Dazu kam es zwar noch nicht. Doch die Richtung ist klar. „Es ist drei vor 12“, erfuhren die Interessierten am Donnerstagabend. Heißt: es muss dringend etwas passieren.

Blick in den Dachstuhl der Moritzkirche

Bereits im April hatte die Kirchgemeinde Alarm geschlagen. Eine Sicherheitsnetz wurde gespannt, um Passanten vor herabfallenden Steinen zu schützen. Doch neben der bröckelnden Fassaden hat die 700 Jahre alte Kirche auch mit Hausschwamm und Holzschädlingen zu kämpfen. Der Dachstuhl hat sich bereits um 20 Zentimeter abgesenkt.

Eine grundhafte Sanierung des Chores wird nach ersten Schätzungen eine halbe Millionen Euro kosten. Alle weiteren Sanierungsarbeiten – Dachstuhl, Schieferabdeckung auf der Südseite des Daches, Kanzel im Innenraum der Kirche – werden weitere eineinhalb Millionen Euro verschlingen. Wo das Geld herkommen soll, ist noch unklar.

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