Rettung im letzten Moment für die alte Krukenberg-Klinik

26. November 2015 | Vermischtes | 3 Kommentare

An einigen Stellen kann man noch den einstigen Glanz erahnen, in dem das Haus in der Brüderstraße 5 einst erstrahlte.

Reste von Stuckdecken und farbigen Fenstern sind zu sehen, eine historische Wendeltreppe aus Holz führt in die einzelnen Geschosse, selbst ein mittlerweile stark durch Rost geschädigter Kronleuchter ist zu sehen. Doch da ist auch die andere Seite. Das Dach ist abgedeckt, nur Folie schützt notdürftig vor Regen. Sämtliche Fenster sind beschädigt oder teilweise gar nicht mehr vorhanden, die Zwischendecken oft durchgebrochen.

Quasi im letzten Moment kann das Haus nun noch vor dem endgültigen Verfall gerettet werden. Die Saalesparkasse hat das Gebäude erworben und beginnt mti der Sanierung. Zwei Millionen Euro will das Kreditinstitut investieren. Davon sollen 1,2 Millionen Euro als Fördermittel fließen. In dem Haus sowie einem Neubau im Hof sind insgesamt acht Wohnungen vorgesehen. Zudem soll es acht kostenpflichtige Parkplätze geben.

Der alte Eigentümer, der das Haus 2004 gekauft hatte, wollte es ursprünglich abreißen lassen. Seine Begründung war Unwirtschaftlichkkeit der Sanierung. Die Denkmalbehörde am Landesverwaltungsamt ging gegen diese Bestrebungen vor. Vor zwei Jahren fanden bereits Sicherungsmaßnahmen am Dach des Hauses statt, gefördert durch die Stadt.

Das 1707 errichtete Gebäude ist eines der letzten großen Barock-Bürgerhäuser der Stadt. Außerdem hatte Peter David Krukenberg hier vor 200 Jahren eine kleine Klinik eingerichtet. Es war die erste ambulante Klinik in Halle und gewissermaßen der Grundstein für die heutige Uniklinik.

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