„Refugees Welcome to Paulusviertel“: Demo an der Pauluskirche

19. September 2015 | Vermischtes | 51 Kommentare

Unter dem Motto „Refugees Welcome to Paulusviertel“ wurde am Samstagnachmittag an der halleschen Pauluskirche für eine bessere Unterbringung von Flüchtlingen demonstriert. Anlass sind Pläne des Landes zu Einrichtung einer zentralen Aufnahmestelle für Flüchtlinge (ZAST) in der alten Kaserne in Halle-Trotha.

Etwa 250 Teilnehmer beteiligten sich am Umzug, der unter anderem zur Schopenhaueurstraße, zum Reileck und zur Ludwig-Wucherer-Straße führte. Unter den Teilnehmern waren unter anderem die Landtagsabgeordneten Henriette Quade (Linke) und Claudia Dalbert (Grüne) sowie mehrere Stadträte.

„Oft stehen nicht die Bedürfnisse oder das selbstbestimmte Leben der Geflüchteten im Vordergrund, sondern eine möglichst kostengünstige Unterbringung. Auch in Sachsen-Anhalt werden selbst rechtliche Mindeststandards der Unterbringung nicht immer eingehalten“, kritisieren die Initiatoren. Die Unterkünfte liegen meist am Stadtrand oder in abgelegenen Gegenden, die eine schlechte Infrastruktur und ein geringes Maß an Lebensqualität vorweisen. Einkaufsmöglichkeiten, soziales Leben, medizinische und psychologische Hilfe oder das nächste Amt seien weit entfernt, die Flüchtlinge werden gesellschaftlich isoliert, kritisieren die Initiatoren. „Nicht selten konfrontiert mit dem offenen Rassismus der Mehrheitsgesellschaft, bleibt ihnen wenig Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben.“

Es gebe im Paulusviertel und der Innenstadt genügend leerstehende Gebäude, die als Unterkünfte für Geflüchtete genutzt werden könnten. Genannt wird unter anderem das Jugendamt, das die HWG künftig für Wohnungen nutzen will. Auch durch die Zusammenfassung von Uni-Standorten am neuen Steintor-Campus würden bald Universitätsgebäude leer. „Die Grundbedingungen für eine Unterbringung geflüchteter Menschen in den innerstädtischen Vierteln sind gegeben. Nun kommt es darauf an zu zeigen, dass Menschen in Not zu helfen keine Belastung ist, sondern eine Notwendigkeit darstellt und zugleich eine Aufgabe, der wir gewachsen sind. Wir heißen Flüchtlinge willkommen“, machen die Initiatoren klar.

Sie fordern unter anderem, dass Halle sich offen für geflüchtete Menschen zeigt und umfängliche Voraussetzung für ihr Willkommen schafft. Daneben solle die Stadt sich um den Ausbau der Infrastruktur im Gebiet der neuen ZASt kümmern. Die Mindeststandards für die Unterbringung von geflüchteten Menschen sollten nicht nur konsequent eingehalten, sondern in Halle beispielgebend übertroffen werden. Gefordert wird zudem, dass die Unterbringung von Geflüchteten nach der Erstunterbringung innenstadtnah und dezentral organisiert werde. Auch sollen die Verträge der Unterkünfte in der Silberhöhe und Halle Neustadt nicht verlängert werden, weil ihnen hier offener Rassismus durch rechtsextreme Initiativen entgegenschlage, wie beispielsweise durch die Brigade.


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  • Dieses Thema hat 51 Antworten und 19 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 5 Jahre, 6 Monaten von Anonym.
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  • #176244

    Das Verb wird immer noch stark konjugiert. Steht da. Und basta. Wenn wir schwache Konjugation zulassen, ist das ein tatsächlicher Effekt der Einwanderung verblödeter Volksgruppen (Bayern, Sachsen, Württemberger, Würtbürger). So weit ist es also schon gekommen. Du gibst dieser Kulturverwischung auch noch Raum. Es muss mal Schluss sein mit dieser grenzenlosen Verständniskultur, du „Fachkraft“. Gute Nacht, Deutschland!

    #176263

    Anonym

    War ja klar, dass du sofort mit der Grammatik- und Philologie-Keule kommst. Sind wir wirklich wieder soweit, dass schwache Beugung ein Makel ist?

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