Quotierte Rednerliste im Stura? RCDS protestiert

13. August 2015 | Vermischtes | 9 Kommentare

Im Studierendenrat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg soll es künftig eine quotierte Rednerliste geben. Demnach kommen bei Diskussionen abwechselnd ein Mann und eine Frau zu Wort, die Wortmeldungen werden dann im Stura nicht mehr chronologisch abgearbeitet. Am kommenden Montag will sich das Studentenparlament mit dem Thema befasst.

Das stößt beim Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) auf Widerstand. „Jede Stimme ist gleich viel wert, unabhängig des Geschlechts. Die quotierte Rednerliste widerspricht dem, da sie Männer in eine Gruppe einordnet und die weiblichen und Transgender-Redner in eine andere. Dies diskriminiert eher, als dass es Diskriminierung vorbeugt“, heißt es von dort.

Durch die Quotierung könne eine Diskriminierung nicht verhindert werden, so der RCDS. Durch eine quotierte Rednerliste ändere sich das „typisch männliche Diskussionsverhalten“ oder das „typisch weibliche Diskussionsverhalten“ nicht, sondern nur deren Reihenfolge. Daher verfehle die quotierte Rednerliste ihren Zweck hier vollkommen. „Auch kommt hinzu, dass durch diese Rednerliste ein dringender Beitrag, auf Grund des Geschlechts des Redners, unter Umständen zu spät in die Debatte einfließt (falls vor ihm/ihr diverse andere „hineinquotiert“ werden) und in der weiteren Diskussion nicht berücksichtigt wird“, erklärt der RCDS weiter. „Größtmögliche Fairness ist durch einfaches chronologisches Abarbeiten der Rednerliste zu erreichen – ganz ohne Quote.“

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