Polizeipräsidentin verabschiedet Fernsehkommissare

13. März 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Vor anderthalb Wochen lief der letzte Polizeiruf 110 aus Halle (Saale). Nun wurden die beiden Fernsehkommissare Herbert Schneider (alias Wolfgang Winkler) und Herbert Schmücke (alias Jaecki Schwarz) auch Halles Polizeipräsidentin Christiane Bergmann auch symbolisch in den Ruhestand geschickt.

„Wir haben bei uns in in der Behörde im letzten Jahr 58 Prozent der Straftaten aufgeklärt“, sagte Bergmann und schielte doch neidisch auch Schmücke und Schneider: „Sie haben in ihren Fällen immer 100 Prozent geschafft.“ Diese Spitzenquote habe zwar leider nichts mit der Realität zu tun. Dafür aber die schauspielerische Leistung um so mehr. Diese sei realitätsnah an der Polizeiarbeit gewesen, ganz im Gegensatz zu anderen Sendungen, in denen viel geschossen wird und viele Dienstautos zu Schrott gefahren werden. „In manch anderen Serien wird doch eher dem Zuschauer ein bedenkliches Bild über die Polizei vermittelt.“ Sicher nicht ohne Grund, denn beraten wurden die Fernsehmacher von einem echten Polizisten. Zum Abschied gab es für beide, die bereits Ehrenkommissare der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd sind, noch einige Geschenke vom Personalrat und der Direktion. Und natürlich durfte auch die Abschiedsurkunde nicht fehlen.

Verabschiedet werden sollte eigentlich auch Peter Sodann. Der hat zwar im Leipziger Tatort die Hauptrolle gespielt, ist aber Ehrenbürger von Halle und als streitbarer Mensch mit dieser Stadt verbunden. Und so zeigte er sich natürlich auch am Mittwoch. In den Ruhestand verabschiedet worden sei er ja in der Fernsehserie nicht. „Sie haben micht rausgeworfen“, meinte er. „Dafür haben Sie bestimmt keine Urkunde“, scherzte Sodann.

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