Pogromgedenken am Freitag in Halle

6. November 2012 | Vermischtes | Keine Kommentare

Am kommenden Freitag, den 9. November, wird in Halle (Saale) am Mahnmal auf dem Jerusalemer Platz an die Opfer der Reichspogromnacht von 1938 erinnert. Denn auch in der Saalestadt brannte am 9. November 1938 die Synagoge, Innenraum und Dachstuhl brannten aus. Ebenfalls zerstört wurden das Gemeindehaus und die Trauerhalle des neuen Jüdischen Friedhofs. Rund 150 jüdische Hallenser wurden allein in jener “Reichskristallnacht” geschlagen und gedemütigt, ins KZ verschleppt. 1200 Mitglieder zählte die Jüdische Gemeinde in Halle (Saale) noch im Jahr 1933. Im April 1945 waren es gerade einmal noch 27.

Die Gedenkstunde beginnt um 11.30 Uhr. Nach Worten des Gedenkens durch Tobias Kogge, Beigeordneter für Jugend, Schule, Sport, Soziales und kulturelle Bildung, der die Oberbürgermeisterin, die sich im Urlaub befindet, vertritt, sprechen Pfarrer Magnus Koschig, Katholische Pfarrei Halle-Nord, und Max Privorozki, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Halle. Das feierliche Pogromgedenken wird mit einem Gebet des halleschen Rabbiners Alexander Kahanovsky abgeschlossen. Die musikalische Begleitung hat Toni Geiling übernommen.

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