Planetarium mindestens ein Jahr geschlossen, Stadt will Neubau

4. September 2013 | Vermischtes | 1 Kommentar

Das durch das Hochwasser schwer beschädigte Planetarium auf der Peißnitz wird wohl nie mehr öffnen. Das deutete Kulturdezernentin Judith Marquardt an.

Demnach habe man prüfen lassen, ob die Projektionstechnik noch funktioniert. Laut Marquardt seien große Teile nicht mehr funktionsfähig. „Deshalb haben wir einen Neubau beantragt, inklusive neuer Technik.“ Derzeit würden verschiedene mögliche Standorte geprüft.

Das Bestandsgebäude auf der Peißnitz sei bereits entkernt worden. Die Gesellschaft für astronomische Bildung könne die beweglichen Teile nutzen – sprich Fernrohre und Bücher. Das Planetarium bleibe vorerst geschlossen. Für das kommende Jahr seien auch keine Gelder für den Betrieb eingeplant. Laut Marquardt sei aber in den kommenden Jahren eine Wiedereröffnung geplant.

Seit Jahren schon wird immer wieder über eine Schließung debattiert. Halles frühere Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados brachte unter anderem den Standort Saline mit dem geplanten Saline-Technikum ins Gespräch. Anfang diesen Jahres gab es sogar Befürchtungen einer Komplettschließung. Das Planetarium lief bislang mit einem DP1 von Carl Zeiss, dem ersten 1977 erbauten direkten vollautomatischen Projektor der Welt. Allerdings gab es um das Gerät auch schon jahrelang Sorgen, weil die Ersatzteile ausgingen sowie die Monteure bei Carl Zeiss, die sich mit dieser robusten Technik auskennen, schon größtenteils im Ruhestand sind.

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