Peißnitzhaus hat viel vor, Schau in Sparkasse zeigt Geschichte

16. November 2012 | Vermischtes | 1 Kommentar

Eine neue Ausstellung in der Filiale Bernburger Straße der Saalesparkasse in Halle zeigt noch bis zum Jahresende Einblicke in die Geschichte des Peißnitzhauses. In Bildern wird die Entwicklung des Hauses dokumentiert, vom Ausflugslokal zur Sommerschule, Hitlerjugend, Krankenzimmer, Klubhaus der Sowjetarmee, Jungpioniere und Leerstand.

Jetzt gibt es für das 1893 errichtete Gebäude neue Hoffnung. Der Peißnitzhausverein hatte von der Stadt die Nutzungsrechte übertragen bekommen und hat nun einiges vor, wie Roland Gebert und Uli Möbius erläuterten. So soll die Terrasse im Frühjahr neue Steine bekommen, die Gewölbe sollen teilweise freigelegt werden. Das größte Projekt im kommenden Jahr ist der Einbau von Zwischendecken, 156.000 Euro Fördermittel stehen dafür berat. „Wir warten noch auf den Bauantrag“, so Roland Gebert. Auch die Gewölbedecken sollen im Frühjahr gemacht werden. Dann kann anschließend zumindest das Erdgeschoss geheizt werden, ein wichtiger Schritt.

Allerdings läuft nicht alles nach Plan. Insbesondere kostet der Einbau der Lüftung viel, auch Heizung und Abwasser verschlingen Geld. Derzeit klafft eine Finanzierungslücke von 400.000 Euro im Etat. Der Verein hofft auf das Land, „oder wir müssen improvisieren“, so Uli Möbius. Mit Hilfe der Sparkassenkunden sollen nun weitere Spenden gesammelt werden. Eine Spendendose steht dazu an der Theke. Die große Aktion ist: ein Quadratmeter Dach für 25 Euro. Bei 1200 Quadratmeter Dachfläche insgesamt reicht das aber nur für eine Notsicherung. Für die Komplettinstandsetzung sind 50 Euro nötig. Denn das Dach soll wieder eine Schierfereindeckung erhalten.

In der Vergangenheit hat der Peißnitzhausverein bereits 300.000 Euro in die Nebengebäude gesteckt. Damit wurden unter anderem der Pavillon und die Kolonnaden hergerichtet.

Print Friendly, PDF & Email
Ein Kommentar

Kommentar schreiben