Paternosterverbot: in Halle schon seit vier Jahren

29. Mai 2015 | Vermischtes | 7 Kommentare

Aktuell wird in ganz Deutschland über einen Erlass des Bundesarbeitsministeriums diskutiert, wonach Paternosteraufzüge nur noch von vorher eingewiesenen Personen genutzt werden dürfen.

Ratshof Aufzug
Die Stadt Halle (Saale) steht vor diesem Problem schon seit vier Jahren. Das Landesamt für Verbraucherschutz hatte 2011 die Stilllegung des Paternosters im Ratshof verfügt, nachdem eine Person beim Aussteigen gestürzt war. Seit dem heißt es laufen oder am einzigen und sehr langsamen Aufzug anstellen.

Eine Möglichkeit, den 1929 eingebauten und heute unter Denkmalschutz stehenden Paternoster doch noch am Laufen zu halten, wären einige Umbauten. So müsste dafür gesorgt werden, dass nur Personen die Anlage mit ihren zwölf Kabinen nutzen dürfen, die vorher eine sicherheitstechnische Einweisung erfahren haben. Regeln könnte man das über ein Schranken- und Chipkartensystem als Zugangsvoraussetzung. Auch Notausschalter müssten eingebaut werden.

Doch all diese Maßnahmen kosten viel Geld. Und Besucher dürften den Paternoster auch weiterhin nicht nutzen. Deshalb wird der Ausbau des Paternosters und der Einbau von Aufzügen geprüft. 250.000 Euro wären dafür fällig.

Zwei Paternoster sind in Halle noch in Betrieb: im Statistischen Landesamt in der Merseburger Straße und im Bürogebäude des ehemaligen Energiekombinats am Riebeckplatz.

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