Neues Proteinzentrum in Halle kann kommen

2. Januar 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Der Weinberg Campus in Halle (Saale) bekommt einen neuen Forschungsbau. Für 38 Millionen Euro soll in diesem Frühjahr Baustart für das neue Proteinzentrum sein. 38 Millionen Euro werden in den Neubau von Bund und Land investiert. Die Ausschreibungen für das Forschungszentrum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sind jetzt erfolgt.

Laut Ausschreibung soll der viergeschossige Bau über eine Nutzfläche von 5.400 m² verfügen, davon entfallen rund 3.900 m² auf Labore und etwa 1.060 m² auf separate Büroräume. Die Räume müssen dabei mindestens vier Meter hoch sein, denn technische Großgeräte wie Kernspinresonanz- Spektroskope oder Nuklearmagnetresonanzspektrometer müssen schwingungsentkoppelt eingebaut werden. Das Land als Bauherr erwartet ein „System der optimierten Wege“. Im Vordergrund soll außerdem der Einsatz umweltschonender und Betriebskosten sparenderer Technologien stehen.

Die Fertigstellung für das Forschungszentrum, für das sich auch die gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern ausgesprochen hatte, soll im Jahr 2016 erfolgen. Tragen soll die Einrichtung den Namen „Charles-Tanford-Gebäude“. Damit will die Uni den unter dem Namen Karl Tannenbaum (1921-2009) in Halle geboren Wissenschaftler ehren. Die jüdische Familie emigrierte 1929 nach England und änderte dort ihren Familiennamen. Charles Tanford erhielt seine akademische Ausbildung in den USA und verbrachte dort sein gesamtes wissenschaftliches Leben. Er war einer der Pioniere der physikalischen Chemie von Proteinen und führte insbesondere grundlegende Arbeiten zur Stabilität der Proteinstruktur durch.

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