Neues Planetarium am Gasometer: Nutzungskonzept im Mai

21. April 2015 | Vermischtes | 1 Kommentar

Die hallesche Stadtverwaltung will im Mai ein Nutzungskonzept für das neue Planetarium am Holzplatz vorlegen. Das sagte Kulturdezernentin Judith Marquardt.

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Man habe sich verschiedene Planetarien angeschaut, so Marquardt. Sie favorisiert die Hamburger Variante. Das dortige Planetarium habe zusammen mit dem Landesmuseum für Vorgeschichte aus Halle eine Multimediashow zur Himmelsscheibe erstellt. Diese wolle man künftig auch in Halle zeigen. Wichtuig ist Marquardt eine stärkere Vernetzung des halleschen Planetariums mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt und dem Multimediazentrum MMZ.

Für den Abriss des vom Hochwasser schwer geschädigten alten Planetariums auf der Peißnitz habe man schon die Bewilligung zum Abriss erhalten. Derzeit befinde man sich noch in Gesprächen mit dem Landesverwaltungsamt als Fördermittelgeber zur Finanzierung des Neubaus. 8 Millionen Euro sollen die Arbeiten kosten, finanziert aus dem Fluthilfefond.

Das eigentliche Planetarium soll auf das Gasometer „aufgesetzt“ werden. Der darunter entstehende Raum könnte beispielsweise für Veranstaltungen genutzt werden. Die Fensteröffnungen im Gasometer werden verglast. Die Decke darüber wird als Stahlbeton-Kassettendecke ausgeführt. Der Zugang soll über eine neu angelegte Rampe und Treppe erfolgen, zudem ist eine zweite Fluchttreppe nötig. Diese soll in einem Treppenturm realisiert werden, der auch Platz für die Sternwarte bietet. Der Planetariums-Aufbau erhält einen zwei Meter breiten Außenring, der als Aussichtsterrasse sowie als Ort für die mobile Sternbeobachtung genutzt werden kann. 100 bis 120 Plätze soll der Innenraum bieten. Hinzu kommen Büros, ein kleiner Hörsaal, eine Bibliothek und das Foyer mit Platz für eine Dauerausstellung. Auf dem Außengelände sollen bis zu 100 Parkplätze entstehen.

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