Neues Endoprothetik-Zentrum im Bergmannstrost Halle

26. Januar 2016 | Vermischtes | Keine Kommentare

Die Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannstrost in Halle (Saale) sind seit Januar als Endoprothetik-Zentrum zertifiziert. Das neue Zentrum bündelt nach Klinik-Angaben die Leistungen verschiedener medizinischer Bereiche, um Patienten mit einem künstlichen Gelenkersatz interdisziplinär behandeln und optimal versorgen zu können. Die Zertifizierung erhielt die Unfallklinik nach einem intensiven und detaillierten Prüfverfahren der Zertifizierungsinitiative EndoCert. „Die Endoprothetik ist seit 2004 Jahren ein Schwerpunkt unseres Behandlungsspektrums. Die Zertifizierung ist ein Nachweis der hohen Qualitätsstandards und der medizinischen Expertise unserer Arbeit“, so Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Gunther Hofmann, Ärztlicher Direktor am Bergmannstrost und Direktor der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. „Unsere Patienten finden hier das gesamte Spektrum gelenkchirurgischer Behandlungsmethoden und OP-Verfahren sowie den Einsatz modernster Endoprothesen. Dabei sind wir auch auf medizinisch schwierige Fälle gut vorbereitet.“

Geprüft wurde das Zentrum nach den Vorgaben der Zertifizierungsinitiative EndoCert, die von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik und dem Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie entwickelt wurde. Begutachtet wurde unter anderem, wie die Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen funktioniert und ob die spezielle Weiterbildung für Ärzte und Pflegekräfte dem geforderten Standard entspricht. Eine zentrale Rolle spielt jedoch die Erfahrung der Chirurgen und des OP-Personals. „Um die hohe medizinische Qualität der Eingriffe zu sichern, operieren nur Ärzte, die nachweislich eine große Routine bei diesen oft sehr komplexen Eingriffen haben“, so Hofmann. Die geforderte Mindestanzahl für ein Endoprothetik-Zentrum liegt bei 200 Fällen pro Jahr. „Dabei erfolgt dieser Eingriff nach einer strengen Indikationsstellung und nur dann, wenn alle konservativen und operativen gelenkerhaltenden Maßnahmen ausgeschöpft sind“, betont Hofmann.

Als Spezialklinik für Mehrfach- und Schwerstverletzte verfügt das Bergmannstrost über spezielle Expertise für schwierige Endoprothetik nach einer unfallbedingten Gelenkzerstörung. Weitere Schwerpunkte sind Knochen- und Gelenkinfektionen sowie Tumorendoprothetik. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der engen Verzahnung der Akutmedizin mit einer frühestmöglichen Rehabilitation der Patienten.

Um die Patienten mit einem künstlichen Gelenkersatz optimal zu versorgen, kooperiert das Endoprothetik-Zentrum des Bergmannstrost mit hochspezialisierten Partnern. Beteiligt sind unter anderem verschiedene Fachabteilungen des Bergmannstrost sowie das Universitätsklinikum Halle.

Das Endoprothetik-Zentrum ist angebunden an die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am BG Klinikum Bergmannstrost Halle. Das Bergmannstrost gehört mit seinen 574 Betten zu den modernsten Traumazentren in Deutschland. Rund 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Als Spezialklinik insbesondere für Unfall-, Schwerstbrand- und Wirbelsäulenverletzte sowie mit ihrem Querschnittzentrum, dem Neurozentrum und Zentrum für Septische Chirurgie behandelt es Patienten auf höchstem medizinischem Niveau. Darüber hinaus stehen die berufliche Rehabilitation und die Wiedereingliederung in das Arbeits- und Lebensumfeld im Vordergrund. Getreu dem Motto „Helfen und heilen mit allen geeigneten Mitteln.“ Die BG Klinikum Bergmannstrost Halle gGmbH gehört zur Unternehmensgruppe der BG Kliniken.

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