Gaswerk-Haus: Duldung, keine Besetzung mehr

9. Januar 2016 | Vermischtes | 1 Kommentar

Seit dieser Woche ist das Verwaltungsgebäude des ehemaligen Gaswerks in der Hafenstraße besetzt. „Mittlerweile ist es eine Duldung, keine Besetzung mehr“, erklärte Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Samstag. Dafür dankte er der HWG.

Am Sonntag um 15 Uhr wollen die Initiatoren ein Nachbarschaftscafe durchführen, um mit Interessierten ins Gespräch zu kommen.

Hafenstr.7. Kur nach Einzug der Besetzer gg. 12.00 h

Hafenstr.7.

Und auch die Gespräche mit dem Hauseigentümer, der HWG, bezeichnen die Aktivisten als positiv. Man habe seine Vorstellungen zur weiteren Nutzung des Objektes darlegen können. Das Gespräch  sei konstruktiv verlaufen, „wir konnten uns auf ein weiteres gemeinsames Vorgehen einigen. Gemeinsamer Anspruch ist es, einen legalen Status für das Objekt zu finden“, heißt es von den Besetzern. Ziel sei ein Haus, in welchem emanzipatorische Projekte einen dauerhaften Platz haben werden  privater Wohnraum werde keiner eingerichtet.

Theresa Bauer von „Wir brauchen Platz“ meint dazu:
„Wir freuen uns sehr darüber, dass uns von der HWG keine Steine in den Weg gelegt werden. Damit ist ein erster Schritt getan und wir können nun mit der Umsetzung unserer Vorhaben beginnen. Wir hoffen, den entstehenden Freiraum schnell im städtischen Leben zu etablieren, um vielen die Möglichkeit zur Partizipation zu bieten.“

Die HWG scheint nicht ganz unzufrieden mit der Aktion. Zwar ermittelt die Polizei von Amtswegen wegen Hausfriedensbruchs. Von Seiten der HWG ist aber noch keine Anzeige erfolgt. Sicher wird man dort auch durchaus froh sein, dass sich für das Objekt eine Perspektive auftut. Bisher stand es leer und verrottete, verursachte nur Kosten.

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