Nach Anwohnerprotesten: Bauprojekt am Heideschlösschen wird kleiner

26. Mai 2015 | Vermischtes | 1 Kommentar

Das geplante neue Wohngebiet am Heideschlösschen in Halle-Dölau wird kleiner ausfallen als ursprünglich geplant. In einem Monat soll der Stadtrat den Bebauungsplan beschließen.
Heideschlösschen
Geplant sind nun 6 Mehrfamilienhäusern mit 39 Mietwohnungen und einer Arztpraxis, die neuen Gebäude sollen über maximal zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss verfügen, einige Wohnungen erhalten Terrassen. Für die Anwohnerautos ist eine Tiefgarage mit 60 Stellplätzen geplant. Maximal die Hälfte des Areals darf versiegelt werden. Dächer und Tiefgarage werden begrünt. In der Ursprungsplanung waren sechs Neubauten mit 55 Wohnungen vorgesehen. 430 Einsprüche von Nachbarn waren jedoch wegen des Bauumfangs eingegangen. Das von Anwohnern kritisierte Regenrückhaltebecken mit Ableitung zum Hechtgraben wird nicht gebaut, stattdessen wird es mehrere Staukanäle geben.

Das Heideschlösschen wurde 1870 erbaut. Viele Jahre diente es als Gaststätte, Kino und Tanzsaal. Nach dem zweiten Weltkrieg befand sich hier die russische Kommandantur. Zu DDR-Zeiten waren eine Apotheke und eine Bibliothek untergebracht. Zwischenzeitlich hatte hier auch das Umweltamt seinen Sitz, bevor der Komplex leergezogen und dem Verfall preisgegeben wurde. 2011 hatte die GWG das Areal erworben und kurze Zeit später das Gebäude abgerissen.

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