Multimediazentrum: Staatsminister Rainer Robra fordert zügige Entscheidung

30. Januar 2014 | Vermischtes | 1 Kommentar

In die Diskussion um die Zukunft des Mitteldeutschen Multimediazentrums (MMZ) hat sich jetzt auch das Land eingeschaltet. Staatsminister Rainer Robra fordert zügige Entscheidungen ein. Zum Juni-Hochwasser war das MMZ schwer beschädigt worden. Vor wenigen Tagen brachte Oberbürgermeister eine mögliche Standortverlagerung ins Gespräch. Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat die Stadt den Antrag auf Mittel aus dem Fluthilfefond bei der Investitionsbank erst einmal ruhend gestellt, bis ein Konzept vorliegt.

„Die Lage des MMZ und seiner Nutzer nach dem Hochwasser gebietet es, zügig über den Wiederaufbau zu entscheiden“, so Robra. „Die Landesregierung hat sich kontinuierlich in Verhandlungen mit Bund und Ländern dafür eingesetzt, dass angemessene finanzielle Voraussetzungen für den Schadensersatz bestehen und nun aufgrund der Hochwasserrichtlinie des Landes zügig Entscheidungen durch die Investitionsbank getroffen werden können.“ Im Interesse der MMZ-Mieter und des gesamten Medienstandorts Halle sollten zusätzliche Optionen nicht dazu führen, dass Entscheidungen auf die lange Bank geschoben werden, so Robra. „Daher sollte das bei der Investitionsbank bereits begonnene Prüfverfahren für einen Wiederaufbau am jetzigen Standort bis zur Entscheidungsreife weiterbetrieben werden. Dazu bedarf es einer aktiven Mitwirkung der Stadt.“

Die Diskussionen um das MMZ sollten sachlich und unter Berücksichtigung aller Faktoren geführt werden. Dazu gehöre neben allen Fragen zur Konzeption und des Hochwasserschutzes auch, im Bereich universitärer Ausbildung die sich hier bietenden Berufschancen und die Perspektiven einzubeziehen. Es bleibe eine große Herausforderung, den Medienstandort Halle auch künftig für junge kreative Menschen attraktiv zu machen, die hier ihre Ausbildung absolvieren und eine berufliche Perspektive finden wollen und können.

Anlass von Robras Äußerungen ist die bevorstehende Berlinale. Im Vorfeld werde viel über die dort präsentierten Filme und deren Entstehungsorte gesprochen. Der diesjährige Eröffnungsfilm der Berlinale von Wes Anderson “Grand Budapest Hotel“ sowie der außer Konkurrenz gezeigte Film „Monuments Men – Ungewöhnliche Helden“ von George Clooney entstanden mit Unterstützung der MDM auch in Sachsen-Anhalt. Mit diesen aktuellen Aushängeschildern würden insbesondere die Drehbedingungen wie auch alle damit einhergehenden Dienstleistungen in die Diskussion einbezogen. In Sachsen-Anhalt betrifft dies insbesondere Postproduktionsleistungen im Bereich Bildbearbeitung, Ton und Sound, die internationale Anerkennung erfahren. Mit dem Hochwasser im vergangenen Jahr geriet auch diese Erfolgsgeschichte in Gefahr. Staatsminister Rainer Robra: „Mit der Postproduktion in Halle wurde ein wesentlicher Standortfaktor in Mitteldeutschland aufgebaut, der dazu beiträgt, dass nationale und internationale Koproduktionen hier stattfinden und vom Dreh bis zur Endfertigung gute Produktionsvoraussetzungen bieten.“

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