MMZ erst ab 2018 voll nutzbar, Anbau geplant

9. April 2014 | Vermischtes | 1 Kommentar

Das Mitteldeutsche Multimediazentrum (MMZ) in Halle (Saale) ist voraussichtlich erst ab Januar 2018 wieder komplett nutzbar. Solange soll die Sanierung des durch das Hochwasser im Juni vergangenen Jahres beschädigten Gebäudes dauern. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor.

mmz_02Daneben soll ein zusätzlicher Büroneubau errichtet werden. Dieser Kubus 2 ist der Untersuchung zufolge direkt zwischen dem jetzigen Kubus und Saale geplant. Er soll durch das Hochwasser verloren gegangene Büroflächen ersetzen, denn die Untergeschossbereiche sollen nur noch für Veranstaltungen genutzt werden. Die vermietbare Fläche erhöht sich durch den Neubau von 4.800 auf 5.800 Quadratmeter. Daneben erhöht sich in der Tiefgarage die Zahl der Stellflächen um 15. Nach Fertigstellung soll sich auch die Ertragslage wieder verbessern. In diesem Jahr werden gerade einmal Erlöse von 336.000 Euro erwartet, ab 2018 sollen sie bei etwa einer Million Euro liegen. Für das laufende Jahr wird mit einem Minus von 437.000 Euro gerechnet. Erst ab 2019 sind wieder leichte Gewinne geplant. Allerdings macht die Untersuchung auch deutlich: „Universität muss langfristig erhalten bleiben, wenn Ankermieter ausfällt, ist ein wirtschaftlicher Betrieb des MMZ nicht möglich.“

Ebenfalls geprüft wurde ein Neubau an der Spitze neben dem Finanzamt. Dieser würde 400.000 Euro kosten. Jedoch bestehe die Gefahr, dass der Standort nicht angenommen wird, weil er nicht am Hauptgebäude liegt.

Das Hochwasser hatte am MMZ einen Schaden von 21,615 Millionen Euro verursacht. Unter anderem wurde die Kinotonmischung zerstört. Die neue Anlage wird im Oktober fertig sein und 960.000 Euro kosten. Zudem muss für 150.000 Euro eine Lüftung eingebaut werden. Die neue Kinotonmischung wird im Kinosaal im Kubus untergebracht und damit hochwassersicher.

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