MitBürger-Stadtrat will Schülershof-Plattenbauten abreißen

9. Januar 2013 | Vermischtes | 2 Kommentare

Eigentlich will die HWG in diesem Jahr mit der Sanierung der Plattenbauten am Schülershof in Halle (Saale) beginnen. Doch möglicherweise rücken ja auch die Abrissbagger an.

Zumindest hat MitBürger-Stadtrat Manfred Sommer nun den Vorschlag unterbreitet, den Plattenbau am Schülershof bis hin zum Moritzkirchhof abzureißen. Stattdessen soll an dem Platz eine „verdichtete Bebauung im historischen Kontext“ entstehen. Die Häuser und die Platzsituation seien ein städtebaulicher Missstand.

Im Planungsausschuss wurde über den Antrag im Rahmen des Altstadtkonzepts beraten. Planungsdezernent Uwe Stäglin hält nichts vom Antrag. Für die soziale Durchmischung brauche man auch kostengünstigen Wohnraum in der Altstadt, und den würden die Plattenbauten bieten. „Wir haben Zweifel, dass bei einem Neubau das bisherige Publikum gehalten werden kann.“ Dem wollte Christian Feigl (sachkundiger Einwohner für die Grünen= nicht folgen, das Areal habe Bei zwei Ja- und zwei Nein-Stimmen sowie 6 Enthaltungen wurde der Antrag knapp abgelehnt.

Ebenfalls abgelehnt wurde ein Antrag Sommers, das alte Rathaus wieder aufzubauen. Michael Sprung (CDU) sagte, es gebe weder Bedarf noch ein Nutzerkonzept für den Wiederaufbau. Angesichts der finanziellen Situation der Stadt sei es unverantwortlich, grundlos Geld in die Hand zu nehmen. Es gebe genügend Bestandsgebäude, die stattdessen erhalten werden sollten. „Wir sollten uns erst einmal Gedanken machen, wie wir das Giebelhaus in der Rannischen Straße mit Leben erfüllen“, sprach sich auch Frank Sänger (CDU) gegen einen Wiederaufbau aus.

Ingo Kautz, früher Baudezernent in Halle und heute sachkundiger Einwohner der CDU, vermisste Überlegungen zu einem Innenring im Konzept. Daneben forderte er ein Beleuchtungskonzept, um historisch besondere Gebäude optisch besser darzustellen. Am Ende wurde dem Altstadtkonzept ohne weitere Diskussionen zugestimmt. Informationen über das Papier gibt es hier.

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