Millionen-Förderung für Max-Planck-Institut in Halle (Saale)

9. Oktober 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat erstmals einen so genannten Advanced Grant an einen Wissenschaftler in Sachsen-Anhalt vergeben. Eingeworben hat ihn der Direktor des Max-Planck-Instituts für ethnologische Forschung in Halle (Saale), Prof. Christopher Hann. Dessen Forschungsprojekt „REALEURASIA“ zu Zivilisation und moralischer Ökonomie im 21. Jahrhundert wird über eine Laufzeit von fünf Jahren mit insgesamt mehr als zwei Millionen Euro vom ERC gefördert.

Für Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring ist die erneute Millionenförderung durch die EU „ein weiterer Beleg für die Spitzenforschung in Sachsen-Anhalt“. Dies gelte umso mehr, als dass diese Fördergelder in einem strengen Wettbewerbsverfahren vergeben werden. Möllring: „Ich gratuliere Prof. Hann ausdrücklich zu diesem großen Erfolg, der in der Wissenschaftslandschaft auch entsprechend gewürdigt wird. Der Advanced Grant wirft ein positives Schlaglicht auf das Max-Planck-Institut in Halle und auf den gesamten Wissenschaftsstandort Sachsen-Anhalt.“

Im Projekt „REALEURASIA“ will das Forscherteam um den britischen Sozialanthropologen und Ethnologen Hann von Juli 2014 an die zivilisatorische Diversität und Einheit Eurasiens im frühen 21. Jahrhundert analysieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die langfristige Entwicklung Eurasiens neben zivilisatorischer Vielfalt auch eine tiefe Einheit über die Landmasse hinweg geschaffen hat, mit weitreichenden sozialen und geopolitischen Konsequenzen.

Hintergrund:
Wissenschaftler aus Sachsen-Anhalt haben bislang zwei so genannte Starting Grants des ERC eingeworben. Prof. Dr. Thomas Wolbers vom Magdeburger Standort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) erhält in den kommenden fünf Jahren rund 1,3 Millionen Euro. Er will erforschen, wie sich das räumliche Orientierungsvermögen des Menschen im Alter verändert. Prof. Dr. Georg Woltersdorf von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhält in den nächsten fünf Jahren rund 1,5 Millionen Euro für die Erforschung der Eigenschaften von Nanomagneten.

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