Millionen Euro für Halles Feuerwehr und Rettungsdienst

3. Januar 2015 | Vermischtes | 3 Kommentare

Sicherheit ist ein hohes Gut, an dem nicht gespart werden sollte. Die Stadt Halle (Saale) wird in den kommenden Jahren mehrere Millionen Euro in die Ausrüstung von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz stecken. Damit sollen zum Beispiel Fahrzeuge ersetzt und Gerätehäuser erneuert werden. Das geht aus dem Haushaltsplan der Stadtverwaltung hervor.

So sollen bis zum Jahr 2018 insgesamt 2,2 Millionen Euro in die Ersatzbeschaffung diverser Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände investiert werden, darunter 277.000 Euro in diesem Jahr. Geplant sind der Erwerb eines neuen Einsatzleitfahrzeuges, eines Mannschaftstransportfahrzeuges und der Ersatz verschiedener Abrollbehälter. Auch diverse Feuerwehrtechnik wie Kreiselpumpen, Sprungretter, Mehrgasmessgeräte und ein Generator zur Absicherung der Funktionsfähigkeit des Einsatzleitzentrums werden erworben.
Südwache
Weiter geht in diesem Jahr die Sanierung der Südwache, dafür werden 1,1 Millionen Euro investiert. Auch der Neubau des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr in Halle-Trotha schreitet voran, dafür fließen im laufenden Jahr 700.000 Euro. An der Delitzscher Straße in Höhe der Osttangente wird bis 2018 für 2,1 Millionen Euro eine dritte Wache der Berufsfeuerwehr errichtet, um die Rettungsfristen einhalten zu können. Mit der Planung soll im Jahr 2016 begonnen werden. Im gleichen Jahr beginnen auch die Planungen für den Neubau eines Gerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Dölau, 2 Millionen Euro kosten die Arbeiten. Zum bisherigen Bestandsgebäude heißt es im Haushaltsplan: „Die Bausubstanz als auch die haustechnische Infrastruktur befinden sich derzeit in einem völlig unzureichenden Wartungszustand. Der Zustand ist durch die Feuerwehrunfallkasse und die Arbeitssicherheit gerügt. Ein Neubau ist dringend erforderlich.“

Für eine Million Euro wird im Jahr 2018 ein Atemschutzkomplex an der Hauptwache errichtet. Dafür sollen die 50 Jahre alten Garagen im Innenhof abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Der Bau soll über eine Atemschutzwerkstatt, eine Atemschutzübungsanlage, einen Sport- und Übungskomplex sowie ausreichend Sanitärbereiche verfügen. Halles Feuerwehrleute üben derzeit in einer nicht der DIN-Norm entsprechenden Anlage des Unternehmens Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau.

Bis zum Jahr 2018 sollen drei Millionen Euro in die Technik der Freiwilligen Feuerwehren gesteckt werden, davon 871.000 Euro in diesem Jahr. Vorgesehen sind die Ersatzbeschaffung diverser Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände vor. „Die Beschaffungen sind zur Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit erforderlich“, heißt es im Haushalt. Im laufenden Jahr ist demnach die Anschaffung von drei Löschfahrzeugen vorgesehen. Hinzu kommt diverse Feuerwehrtechnik, unter anderem Sprungretter.
Feuerwehr_MG_6192
Für den Rettungsdienst werden bis 2018 vier Millionen Euro investiert. In diesem Jahr ist die Anschaffung von fünf Rettungswagen, zwei Notarztwagen und zwei Krankentransportwagen vorgesehen. Auch ein Mega-Code-Trainer für die Schulung und Übung der Herz-Lungen-Wiederbelebung wird beschafft.

Fortgesetzt wird auch die Umstellung auf Digitalfunk, wofür in diesem Jahr 140.000 Euro und im kommenden Jahr 810.000 Euro ausgegeben werden. Mit dem Geld sollen unter anderem die Hard- und Software in der Leitstelle erneuert werden.

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